Vorbei sind die Zeiten der Hinterhof-Prostitution, der Straßenstrich-Damen und der Flatrate-Sex-Bordelle. Wirklich? Nein, es gibt sie nach wie vor und solange es der Kunde billg(er) haben möchte, werden die Damen und Herren weiterhin den alten Weg gehen.

Doch am Horizont ist über die Jahre ein weißer Schimmer, ja fast eine feine weiße Wolke gewachsen, die die neuen Vorstellungen vom Geschäft mit der Liebe in sich trägt. Oder trägt sie nur das Zeichen für das Aufziehen des unheilvollen Regens im Deckmantel der blassen Morgenröte, der mehr als nur die Kleidung der Damen durchsichtig werden lässt?

Seit Nightbloom.de online ging, gibt es auch meine Beschäftigung mit der Thematik „Prostitution“. Wie die Einleitung schon vermuten lässt, hege ich gewissermaßen, vielleicht berechtigte Zweifel, an diesem neuen Trend im Liebesgewerbe. Ich sehe aber dennoch eine Chance, dass es enorme Verbesserungen geben wird und bereits gegeben hat. Nicht zuletzt hat mich davon Escort77 in Berlin optimisch gestimmt. Andere Agenturen, nicht nur aus der Bundeshauptstadt, sondern auch aus ganz Deutschland, können hierin ein Vorbild finden.

Was für Escort spricht

Man kann über Begleitagenturen sagen oder denken, was man möchte, doch eins steht fest: Sie sind die Zukunft im Sex-Dienstleistungsbereich. Längst wurde nicht nur aufseiten der Bundesregierung verstanden, dass die Erbringung von sexuellen Dienstleitungen ebenso mit Rechten und Pflichten einhergehen muss, wie jede andere reguläre Beschäftigung. Ein richtungsweisender Schritt dafür war sicherlich das ab 2002 in Kraft tretende Prostitutionsgesetz, welches vorrangig Prostituierte und damit auch Escort-Damen besser schützen sollte.

Das Escort ungleich Prostituion sein kann und ist, lasse ich an dieser Stelle zur Diskussion offen.

Die Escort-Damen arbeiten also als Selbstständige bzw. Subunternehmerinnen mit der sie vertretenden Agentur zusammen, die sie umfassend u. A. in Fragen der Finanzen, des Marketings, der Kundenwerbung und der Terminorganisation berät.

Pflichten der Damen gegenüber der Agentur gibt es wenige: Püntklichkeit, Zuverlässigkeit und eine umgängliche, freundliche Verhaltensweise. Wir arbeiten nur mit Damen zusammen, die einwandfrei Deutsch sprechen und in Deutschland arbeiten dürfen bzw. auch vorschriftsmäßig gemeldet sind.

Wir sind eine Art erweiterte Marketingplattform zwischen seriösen Kunden und wirklich reizenden Damen, die nicht mechanisch im milleutypischen Betrieb arbeiten wollen, sondern dem Kunden viel mehr bieten können als nur Sex.

Vielmehr eine Erfahrung an die sie gerne zurückdenken. Kunden und Damen begegnen wir mit Respekt, Diskretion und Kulanz. Eigentlich eine schlichte Philosophie und sie geht bis heute gut auf.

Hier erweckt die Agentur also bereits vorab den Eindruck, dass es sich nicht mehr um einfaches Gewerbe handelt, sondern um einen straff durchorganisierten Betrieb, der sich sowohl für die Interessen seiner MitarbeiterInnen, der dienstleistenden Frauen, als auch der Betreuer und Betreuerinnen der Escort-Damen, interessiert.

Es scheint fast wie eine gewachsene Symbiose zwischen den freien Mitarbeiterinnen, die rechtlich und sozial über die Agentur abgesichert sind und dem im Hintergrund agierenden Uhrwerk, dass gerade in Berlin den Zahn der Zeit unmittelbar getroffen hat.

Dies schlägt sich nicht nur in den entsprechend guten Bewertungen, sondern auch dem vermehrten öffentlichen Interesse an der Agentur nieder.

Aber ist Escort nicht einfach nur ein Euphemismus für (besser) organisierte Prostitution? Das mag so scheinen und in einigen Etablissements durchaus zutreffen. Dort hat man das Geschäft von der Straße einfach in eine bzw. mehrere gemietete Wohnungen verlagert. Die Frauen werden nach wie vor schlecht bezahlt, behandelt und benachteiligt in allen Belangen. Ich bezweifle, dass sie überhaupt einen regulären Arbeitsvertrag haben – sie sind demnach auch nicht rechtsstaatlich geschützt und der Willkür der Freier und der Betreuer ausgesetzt.

Wie das Geld fällt

Ein großer Faktor ist, wie in allen Bereichen des Lebens, das Geld. Wer eine, sei es auch nur einfache Begleitung für einen Abend braucht, der wird mit 50 Euro nicht weit kommen. Moderner Escort-Service heißt also auch höhere Kosten – Organisation und Ansprüche seitens des Unternehmens – und damit entsprechend höhere Preise bei den Kunden. Leider ist es natürlich so, dass viele Männer (und sicher auch Frauen) escort-affin, aber weniger zahlungfähig sind. Bei den derzeit durchschnittlichen Netto-Löhnen bleibt nicht gerade viel für diese Vergnügungen übrig.

Hier wird also die übliche Prostitution nach wie vor auf ihre Kosten kommen, da sie z.T. einfach billiger ist. Im Umkehrschluss heißt dies natürlich nicht, dass Männer (und ich bleibe dabei, auch Frauen) keine anderen Optionen haben, um auf ihre Kosten zu kommen. Wer die Vorteile dieses Service erkennt – hohes Maß an Diskretion, umfangreiche Beratung und Organisation, der wird diesen in Zukunft gerne in Anspruch nehmen. Abseits dessen gibt es nach wie vor noch die Möglichkeit, Sex umsonst zu bekommen, selbst wenn dieser Weg nicht der einfachste ist, und im Nachhinein sogar noch teurer, wenn nämlich Alimente gezahlt werden müssen ;).

Am Ende verbleibt in meinem Kopf ein kleines Fragezeichen, dass sich nicht zuletzt auf die Doppelmoral in unserer Gesellschaft bezieht: Auf der einen Seite fordern und fördern wir sexuelle Freizügigkeit und auf der anderen gestehen wir selbiges viel zu selten für uns und diejenigen, die in diesem Bereich arbeiten, ein.

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Escort im Blick