Sex soll in allererster Hinsicht Spass machen. Das einmal vorweg und wenn es das nicht tut, dann läuft wohl etwas schief. Von falsch kann gar nicht die Rede sein, es sei denn, es hapert schon an der grundsätzlichen Ausübung. Klingt ja fast wie die Durchführung einer Turnübung und ein wenig fühle ich mich bereits an vergangene Sportstunden zurückversetzt.

Das das nicht allzu weit hergelholt ist, liegt für mich auf der Hand. Beim Sex empfielt es sich, fit zu sein. Ausdauer, aber auch eine gewisse Schnell- und Maximalkraft spielen eine gewichtige Rolle. Keiner verlangt hier Spitzensportlerergebnisse, aber wer in diesen Bereichen seinen Körper trainiert, wird gleichwohl mehr vom Liebesspiel haben.

Sex gleich Sport und umgekehrt

Legt euch zurück und entspannt. Ja, so haben wir es doch gerne und hin und wieder ist das auch sehr schön. Abwechslung und Stellungswechsel müssen sein, damit jeder einmal unterschiedlich belastet ist. Gerne habe ich für mich Sex als interessante neue sportliche Betätigung entdeckt. Vormals noch unbekannt, unbekümmert und unbeholfen, kommt man so langsam in die Übung rein, die ja bekanntlich den Meister macht. Hiervon bin ich sicherlich noch entfernt. Näher da schon eher an der Last, die ich an der Lust empfinde, wenn ich mit Ausdauer und wechselnder Schnelligkeit, wohl aber bedacht und umsichtig mein Programm abspiele.

Bisweilen erfreue ich mich zudem an den euphorischen Ergebnissen und komme natürlich auch selbst auf meine Kosten. Die mentale Komponente ist dabei nicht zu unterschätzen – nicht nur was die eigene Zurückhaltung des Höhepunktes betrifft – die Phantasie geht immer mit. Wer sich auszieht und dann bereits die Lust verliert, wird wohl weniger bereit sein, sich zu „belasten“. Niemand muss einem/r Liebesgott/in gleichen (sofern es überhaupt eine/n gibt/gab), aber wenn ich mit meiner eigenen Selbstzufriedenheit hadere, dann wird es schwierig und die Übung droht abzuflachen.

Viel hilft viel ist hier ebenso fehl am Platz wie „weniger ist mehr“. Bevor ich in Floskeln ertrinke und das imaginäre Phrasenschwein auffüllen muss, komme ich lieber auf meine Top 5 der „Lust an der Last“-Punkte.

Top 5 der „Lust an der Last“-Punkte

  • Es macht einfach mehr Spass
  • Der Partner wird deine Lust erkennen und lieben lernen
  • Man verbraucht mehr Kalorien
  • Steigerung des eigenen Körperbewusstseins
  • aus „Last“ wird definitiv eher Lust

Sex ist der bessere Sport?

Gut, Sex kann natürlich sehr sportlich, ja geradezu akrobatisch ausgeführt werden. Doch Sex bleibt Sex und das ist auch gut so. Neben dem Spass ist selbstverständlich die köperliche und geistige Entspannung sehr wichtig. Jim Carrey hat seine Orgasmuserlebnis einmal mit einem „Mini-Urlaub“ verglichen. Für einen Moment, wenn aber nicht schon zuvor, entfliehen wir dem alltäglichen Dasein und fokussieren uns auf den Lustgewinn. Eine legale Dröhnung, welche uns nicht umbringt, aber einfach einmal in einen anderen Raum versetzt und man sich wünscht, dass diese gerne etwas länger abgeschlossen bleibt.