Gerd Altmann | pixelio.de

Das ist doch wie in einem schlechten Film, denke ich leise vor mich hin. Hin und wieder muss ich etwas auflachen und wundere mich über das Hallen der Stimme  in dem kleinen Fenster direkt vor mir. Ruckelige Bewegungen, verzögertes Auf- und Abgehen und schwer zu erkennende Details schimmern vor meinen Augen. Ein digitales Solo von beiden Seiten offenbart sich mir, dass trotz der geografischen Distanz meine Intimität aufhebt.

Zuletzt bin ich über ein interessantes Portal gestoßen, wo man die Damen und Herren live betrachten und genau diesen Umstand erleben kann. Was auch immer sie treiben, wird gesendet – natürlich in Abhängigkeit davon, wie lange der Sender aktiv bleibt. Wenn man mehr sehen möchte, darf man sein Geld in Coins, Chips oder sogenannte Credits anlegen. Klar, nichts ist umsonst und auch so nicht weiter verwunderlich. Digitale Prostitution?

Ich wechsele wieder den Kanal und erwarte das nächste schlüpfrige Programm, wo ich für mich mehr Unterhaltung erwarte. Sollte das nicht klappen, bleibt mir noch der Chat, der der sex cam entsprechend inhaltlich ausgeschmückt ist. Lob, Zuspruch, ungeduldige Erwartungshaltung oder forsche Anmache – dabei sein ist alles. Die bunte Mischung frivoler Emots (interaktive, dynamische Symbole zum Ausdruck von Emotionen) tut hier sein übriges. Wer hier schnell mal zur Fingerstraße 5 überwechseln möchte, braucht höchstens einen Leistungsabfall in der eigenen Leitung zu fürchten.

Zudem ist das vergnügliche Treiben, wie bereits gesagt, zumeist zu Beginn umsonst, abschließend wird man dann zur Kasse gebeten. Schlimm? So eine sex cam bietet schon an sich eine lukrative Option, dass eigene Taschengeld aufzubessern, wenn nicht sogar monatlich damit über die Runden zu kommen. Längst bieten auch schon Privatpersonen (der Großteil wird erwartungsgemäß noch von Frauen gestellt), die Möglichkeit digital Kontakt aufzunehmen. Eine saubere Sache. Beide Parteien bleiben daheim und können sich den Ausflug sparen. Dann wird es sich vor der Kamera bequem gemacht und los geht’s.

Übrigens kommt mir da gerade das Programm „Chatroulette“ in den Sinn, welches immer wieder gerne als sex cam „benutzt“ wird. Da wird der unbedarfte Nutzer auch einmal spontan von der offenkundigen Zurschaustellung der primären Geschlechtsmerkmale des Gegenübers überrascht. Als Gag oder als spontane, interaktive Kontaktaufnahme sehe ich hier dennoch gutes Potenzial, sich einfach einmal per Webcam oder ohne mit Leuten aus aller Welt zu unterhalten. Wer dann doch eher den heißen Chat mit dem einen oder anderen hübschen Mädel mithilfe der Webcam bevorzugt, wird mit Folgendem sicher fündig werden.

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