Liebe Nightbloom-LeserInnen,

haben Sie schon mal von „weiblichen Ejakulationen“ gehört? Oder diese gar selber erlebt?
(Wenn ja, freut’s mich für Sie!)

Um dieses für Frau und Mann besondere sexuelle Erlebnis ein bisschen normaler zu machen und Hemmungen abzubauen, habe ich einen Blog eröffnet, auf dem ich Auszüge aus der erotischen Weltliteratur veröffentliche, deren beschriebene orgiastische Höhepunkte mit eben der „femalen Ejakulation“ verbunden sind.
(Diese ist nämlich seit der Antike bekannt und wurde erst im letzten Jahrhundert geleugnet und unterdrückt.) Und literarisch erstklassig sind die Texte obendrein.

Anbei mal gleich ein Textbeispiel aus den „Memoiren einer Sängerin“, einem erotischen Roman aus dem 19. Jahrhundert, über dessen Verfasser/in Unklarheit besteht:

 “Seit meiner ersten Bekanntschaft mit Marguerite hatte meine Sinnlichkeit rasch Fortschritte gemacht und namentlich hatte sich bei mir eine überaus reichliche Entladung jenes süß-berauschenden Balsams eingestellt, der im Augenblicke der höchsten Entzückung aus den innersten Falten des weiblichen Körpers hervorbricht. Die Männer, mit denen ich mich später dem Genuss der Liebe überlassen, waren alle entzückt über die besonders glückliche Eigenschaft und konnten nicht genug ihre Empfindungen schildern, wenn mein Erguss sie überströmte.

Geriet doch während meines Aufenthalts in Paris einer meiner liebenswürdigen Verehrer so außer sich darüber, als er den heißen Strom über sich hinrieseln fühlte, dass er das erste Mal fast die Besinnung darüber verlor, dann aber jedesmal, wenn ich ihm die höchste Gunst gewährte, im Augenblicke meiner Entladung seinen Speer aus der Wunde zog, blitzschnell mit dem Munde meine Quelle bedeckte und den hervorschiessenden Lebenssaft bis auf den letzten Tropfen aufsaugte, dann aber mit umso größerer Kraft wieder in mich eindrang und nun seinerseits entlud. – Im Niederschreiben entzückt mich die Erinnerung an jene glücklichen Stunden noch so sehr, dass meine linke Hand unwillkürlich den Weg dahin sucht, wo diese Erinnerungen den lebendigsten Eindruck gemacht…”

Was die „Sängerin“ da schildert, das nennt man „weibliche Ejakulation“. Eine schreckliche, amtlich klingende Bezeichnung. Weshalb ich für meinen Blog das viel charmantere „Femmes fontaines“ gewählt habe.

Mehr davon? Dann erfreuen Sie sich an http://femmesfontaines.goneoblog.de.

Ich bin übrigens auch sehr an Kommentaren und eigenen Erfahrungsberichten oder auch erotischen Erzählungen dieser Thematik durch meine Leserinnen und Leser interessiert. (Diskretion und die Wahrung der Anonymität sind selbstverständlich.) Sie können direkt im Blog kommentieren, mir aber auch persönlich eine Mail schreiben: julie.davernos@web.de.

 

Liebe Grüße,

Julie Davernos