Gesäter Samen der Lust und Abstand halten von der leichten Beute rollen in Schüben immer wieder aufeinander in meinem Kopf. Mein Herz pocht und die Sehnsucht wächst. So etwas macht doch keiner! – Warum sollte man sich nicht einmal eine sexy Begleitung organisieren? – Für so etwas Geld zum Fenster rausschmeißen, wo ich es doch viel billiger haben könnte! – Eine Frau, die sich mir hingibt und mir ein paar Stunden im gegenseitigen Einvernehmen versüsst, kann doch nicht so verkehrt sein, oder?!

Ja, kann denn das Ganze nun so verkehrt sein und was bedeutet eigentlich ‚Escort‘ ?

Der Begriff Escort steht für ‚begleiten‘ oder ’sicher geleihten‘ und bezeichnet im Allgemeinen die bezahlte Inanspruchnahme der Gesellschaft einer anderen Person. Im gleichen Atemzug könnte man auch sagen, dass den Escort ein weniger subtiler, negativer Hauch wie ihn die Prostitution begleitet, umgibt – sozusagen gesellschaftsfähiger und politisch korrekter in seiner Erscheinung. Die Historie des Escort-Service ist eng mit der der Prostitution verknüpft und exakte Abgrenzungen schwer auszumachen. Hier nimmt man besser einen progressiven Charakter an, also betrachtet es weitläufig als Entwicklung aus sich heraus.

Escortservice gab es und gibt es dort, wo das zumeist von Straßenprostitution geprägte soziale Milieu den Frauen eine Chance bietet, ihrem Beruf sicherer nachzugehen. Das war in der Antike so und ist auch heute noch dort zu finden, wo das älteste Gewerbe der Welt einen Ausweg aus gesellschaftlichen Beschränkungen und möglichen Bestrafungen finden musste. In Deutschland existiert derzeit ein Prostitutionsgesetz, das „die Prostitution als Dienstleistung regelt, um die rechtliche und soziale Situation von Prostituierten zu verbessern“ (Wikipedia.de). Unterstützt werden die Gleichstellungsbemühungen u. a. vom KOK e. V. als nicht sogenannte unabhängige Organisation.

Den Damen wird eine gute Möglichkeit geboten, wie es zum Beispiel durch den Escortservice Berlin erfolgt, als Model in einer Escortagentur tätig zu werden. Man kann es sich demnach auch wie eine Modelagentur vorstellen: Ein Anruf genügt und eine nette Abendbegleitung kann gebucht werden. Das das Ganze natürlich seinen Preis hat, versteht sich von selbst. Laut Wiki bewegen sich die Preise zwischen 200 und 1.500 Dollar am Beispiel von New Yorker Escortdamen, wobei es hier natürlich Unterschiede geben kann (Attraktivität, Beliebtheit, Intimitätsgefühl).

Die Aufteilung des Honorars stellt sich in diesesm Fall so dar: 50 Prozent für die Dame, 40 Prozent für die Agentur und 10 Prozent für den Vermittler. In Deutschland ist die Preislatte wohl nicht weniger tief angesiedelt und dürfte sich im Schnitt bei 100 Euro bewegen. Hier wäre es einmal interessant zu erfahren, wie genau die Vergütung der Damen per Arbeitsvertrag (und dieser generell an sich) geregelt ist. Ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichstellung ist damit getan!

Kritische Betrachtung

Auf der anderen Seite liegt für den Kunden der größte Vorteil darin, dass er bequem von zu Hause aus seine Wahl treffen kann und sich nicht schamvoll geduckt in die Müller-Lieschen-Gasse begeben muss. Das Internet wird selbstverständlich gerne von den Agenturen als Plattform in Anspruch genommen. Alternativ zu den zahlreichen Websites gibt es z. B. die Möglichkeit, via Escortcharts.de sich über eine Top-Liste die besten Escortservices herauszupicken. Escort in Berlin ist ebenfalls sehr gefragt und unter den besten 35 vertreten. Der positive Zuspruch resultiert aus entsprechend hohen Hit-Zahlen (leider ist die Liste aktuell unvollständig bzw. nicht aktualisiert, weshalb die genaue Platzierung nicht ersichtlich ist).

Wie oben schon angesprochen, bietet die sinnliche Begleitung viel Reibungsfläche für kritische Äußerungen. Nicht nur hierzulande, sondern auch in anderen Ländern wird vor allem die fadenscheinige Legalität der Escortservices kritisiert, da die per se illegale Handlung nur unter dem Deckmantel der gegenseitigen Einvernehmlichkeit gehandelt wird – wenn sie nicht generell schon per Gesetz verboten sind. Eigentlich sollten sich die betroffenen Länder lieber um sinnvolle Prostitutionsgesetze kümmern und den Frauen (ebenso wie Männern) eine rechtssichere, gleichgestellte Beschäftigung bieten und im selben Augenblick dem potenziellen Menschenhandel einen Strich durch die Rechnung machen. Leider geht diese schlimme Tatsache damit immernoch allzu oft Hand in Hand.

Ohne zynisch zu wirken: Ob es nun manche als Prostitution unter einem einvernehmlichen Schleier oder als legitime Alternative zum herkömmlichen Gewerbe sehen, es ist für sowohl für den Escort als auch den Kunden ein vorteilhafter Kompromiss und im Endeffekt hoffentlich für beide zufriedenstellend!

Prostitution in aller Welt

Prostitution in aller Welt II