Der, der frei von diesem Wissen sei, werfe den ersten Stein! Interessant, wie zumeist viele Frauen zuerst von sich behaupten: „Pornoseiten? So etwas brauche ich nicht!“ Wie viele von ihnen liegen wohl Abend für Abend vor ihrem Laptop im Bett und surfen zu ihrer Stammadresse. Ok, zugegeben: Die Hauptkonsumenten sind Männer, auch wenn der Frauenanteil gleichwohl wächst (repräsentative Zahlen gerne per PN )! Zu den gängigsten Seiten zählen YouPorn.com, YouJizz.com, Pornhub.com und Redtube.com, die millionenfach besucht werden und sich täglich neu registrierender Nutzer erfreuen können.

The Internet is for Porn“ gehört also nicht einfach in ein Phrasenschwein gesteckt. Neben der z. T. miesen Qualität, stört ebenso die um sich wuchernde Werbung und die plötzlich aufstöhnenden Popups. Aber deswegen gleich Geld für niedere Dienste bezahlen? Immerhin gibt es ja die Option selbst Hand anzulegen oder mal wieder auf die Suche nach einem Sexpartner zu gehen. Ein schweres Dilemma. Leider ist das nicht das einzige Problem, mit dem sich die meist ahnungslosen Nutzer konfrontiert sehen sollten.

Gestern hat mich zu dieser Thematik eine interessante Neuigkeit erreicht. [Danke an Matze von googlesearchfoo.com ;)!] Auf golem.de ist folgende Meldung zu lesen: Sexwebseite gehackt! Ok, derzeit sind ja eine ganze Menge Hacks passiert, aber eine Sexwebseite? Dabei handelt es sich übrigens um die Webseite Pron.com (mir bisher unbekannt), die „Opfer“ des Hackerteams Lulzsec geworden ist. Die Gruppe hatte zuletzt durch den Angriff auf das Online-Game Brink von Bethesda auf sich aufmerksam gemacht.

Heikel bei dieser Angelegenheit ist, dass die Accountdaten von etwa 26.000 Nutzern von Lulzsec veröffentlicht wurden – darunter auch die E-Mailadressen und Kennwörter von Militärs und Regierungsmitarbeitern. Anschließend rief die Hackergruppe dazu auf, die Daten bei Facebook auszuprobieren und die Nutzer z. B. via Twitter bloßzustellen. Unter den Veröffentlichungen befinden sich auch mindestens 55 Administratoren, die ebenfalls Accounts bei Pron.com besitzen.

Anscheinend ist es also nur noch eine Frage der Zeit, bis weitere Angriffe auf andere Pornoseiten erfolgen. Was sagt uns das alles? Besser nicht auf einer Pornowebseite anmelden?! Ok, dass ist natürlich auch eine Möglichkeit. Viel wichtiger ist allerdings folgendes Stichwort: Passwortsicherheit ! Leider haben die 26.000 Leute wohl überwiegend die selben Login-Daten für mehrere Webseiten benutzt, so auch für Facebook. Das ist natürlich ein fataler Fehler und kann u. U. ziemlich teuer werden.

Selbstverständlich möchte ich nicht die Aktionen von Lulzsec oder sonstigen Hackern beschönigen, auch wenn sie auf die Notwendigkeit sicheren Passwortmanagements hinweisen. Eigentlich kann man auf dieses Thema nicht oft genug hinweisen – ob es sich nun um eine Pornoseite oder Amazon.com handelt. Immerhin geht es hier um eure Daten!