Das Paradies ist ein Berg, ein Berg, der so schwer zu erklimmen ist! Manchmal wiegen Worte wie diese, viel zu schwer auf mir und meiner Seele. Wenn es überhaupt so etwas wie eine Seele gibt, frage ich mich selbst hin und wieder insgeheim. Viel zu viele Monologe geführt und dabei ist es doch so leicht sie anzusprechen. Wen? Ich kann sie nicht ganz erkennen und schon spüre ich diesen Zug in meinen Gliedern. Dieser Drang mich fortzubewegen. Einfach auf sie zuzugehen. Der kühle, aber angenehme Morgenwind lässt ihren schwarzen Rock verführerisch, spielerisch um ihre glatten Beine tanzen. Ein prickelnder Schauer durchfährt mich und lässt auch sie ein wenig zittern.

Da ist es schon wieder. Das Gefühl, das mich fortreißt. Ich will jetzt zu ihr, egal was es kostet. Wie schafft sie das nur. Fast betäubt, sehe ich mich auf sie zu wandeln. Stehe neben mir und sie ist noch so fern. Verdammt, warum sieht sie mich nicht an. Spürt sie es denn nicht? Das kann doch nicht sein. Mir ist so heiß. Nasse, wenig kühlende Schweißperlen laufen meine Stirn hinunter bis zur pulsierenden Brust. Oh, diese Lust. Ihre seidene Bluse ist so weit geöffnet, dass ich schon fast hineinbeißen möchte. Das war pure Absicht! Sie spielt mit mir. Ich werde sie mir zur Gespielin machen! Kein Entrinnen. Keine Flucht.

Sie ist weg. Nein, nicht jetzt. Warum? („Ich bin doch hier.“) Noch immer pulsiert mein ganzer Unterleib und presst sich fordernd nach Freiheit gen Himmel. Ich bin versucht mich selbst anzufassen. Hoffentlich Erleichterung. („Warte, ich helfe dir!“) Wieder spüre ich den kühlen Morgenwind auf meiner Haut. Meine kurzzeitige Anspannung weicht etwas und mit leichtem Druck streicht der Wind über mich. Kleine Böen preschen nun an mein Lustgestade und lassen mich die Bilder von eben vergessen. Zu gut ist dieses Gefühl. Zu sehr erregt es mich noch mehr – und ich will mehr! Mehr von diesem Gefühl. („Gefällt es dir?“) Sei still und nimm dir einfach, was du brauchst. Bediene dich meiner und ich bin ganz und gar dein.

Dann umschließt mich diese Wärme, die so gut tut. Tief spüre ich sie und die Lust tanzt im Rhythmus mit mir. Ich kann kaum an mir halten und will es schon beenden. („Jetzt erfülle ich dir deinen Wunsch.“) Nun tanzen warme Wellen um mich herum und nehmen mir den Atem. Immer wieder und immer höher schlagen sie um mich zusammen. Mein pulsierender Leib stemmt sich ihnen entgegen und badet im Meer der Lust. Hinfortgespült nun an lusttrunkene Ufer, bitte ohne Wiederkehr, verbleibe ich regungslos! („Na, hat es dir gefallen?“) Zum ersten Mal sieht sie mich an und lächelt. Was für ein wunderbares Gefühl. Sie steht auf und verlässt ihren Platz. Noch immer spüre ich den Wind, ihren Duft und ihre Wärme.

Feuchte Träume

Nach dem Rausch