Wann bekommt man schon mal genau das, was man will und sich in seiner Phantasie ausgemalt hat. Die eigenen Vorstellungen werden spätestens dann aufgelöst, wenn das Produkt endlich vor einem steht, liegt oder man es in den Händen hält. Mist, es ist doch zu groß, es passt nicht herein oder die Farbe fügt sich dann doch nicht annähernd so ins Gesamtbild ein, wie man sich es gewünscht hat. Bekannt. Ich erinnere mich da an ein Couch-Kaufvorhaben und die dringende Frage, ob bei den gegebenen Abmessungen, es nicht zumindest ein Gummimodell geben könnte, um sich sicher zu sein.

Nun gut, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Leider geht es nicht bei sämtlichen Sachen. Für alle, die sich gerne mit Maßen und Design beschäftigen und so gar nicht zufrieden sind mit dem hiesigen Angebot an heißen Sextoys, die können sich gerne an ihrem Wunschmodell probieren. Auf der Homepage von Made To Pleasure kann man sich sein eigenes Sextoy entfwerfen, um so dem bestmöglichem persönlichen Vergnügen am nächsten zu kommen. In einem einladendem, schick animiertem Template hat man, ok um ehrlich zu sein, eher Frau, zunächst die Möglichkeit zwischen sechs verschiedenen Dildo-Designs zu wählen.

Copyright by madetopleasure.com

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Da gibt es zum Beispiel Pearl (Tropfen) oder Ripple (etwa Welle). Eine gute Auswahl. Dann wird es interessant. Damit die Damen auch das Maß einschätzen können, wurden spezifische Alltagsgegenstände zum Vergleich hinzugezogen. Zum Beispiel der Lippenstift oder ein handelsüblicher Kamm. Zusätzlich kann eine Schablone via PDF aufgerufen werden. Warum die Banane dann auch noch als Vergleichsmaß der Dildos gewählt wurde, entzieht sich mir jeglicher Kenntnis ;)! Ein wirklich absolutes Plus ist, die Formgebung über selbst festzulegende Punkte eigenständig zu bestimmen und der Phantasie freien Lauf zu lassen. Zu guter Letzt darf natürlich eine 3D-Ansicht und die entsprechende Farbauswahl (Acryl, Silber, Gold) nicht fehlen.

Ganz dem Standard entsprechen die Preise allerdings nicht. Wer gerne sein Sextoy nach Maß haben möchte, sollte hier zwischen 192 Euro und 300 Euro für die oben angesprochenen Modelle einplanen, wobei ersterer Preis nur der Normvorgabe für den kleinsten Dildo (Ellipse) entspricht. Sonderwünsche kosten immer extra. Die eigens angebotene „Stangenware“ war leider via Homepage nicht erreichbar. Laut Pressemitteilung variieren die Preise hier zwischen 96 Euro und 480 Euro, wobei es zu bedenken gilt, dass bei dem Sextoy nach Maß nochmals bis zu etwa 120 Euro addiert werden können.

Das frisch am 3. Januar gestartete Team hinter MTP hat sich hierzu um eine Gruppe von 30 Testerinnen gescharrt, die bisher von äußerster Zufriedenheit berichten und auch weiterhin die Choose-it-yourself Idee erproben. Die einzige Frage, die sich mir trotzdem stellt: Woher weiß Frau, welche Form die beste für sie ist, da alle sonst erhältlichen Dildos nur dem wenig vergnüngenbereitendem Standard entsprechen sollen?! (Teure) Experimentierfreudigkeit, wenn sie zumindest zuvor keine Erfahrungen damit gemacht hat.

Kondome nach Maß