© AHsAB e.V.

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Ein bedeutsamer Schritt in Richtung Gleichstellung der Homosexualität in der amerikanischen Gesellschaft.
Seit 1993 bestand der sogenannte „Don’t ask, don’t tell!“ – Verfassungsgrundsatz, der damals durch die Clintion-Regierung ratifiziert wurde. Dadurch wurden de facto US-SoldatenInnen gezwungen, ihre sexuelle Orientierung zu cachieren, um „im Gegenzug“ dazu auch keine lästige Befragungen erwarten zu können.

Trotzdem bekannten sich immer wieder homosexuelle Männer und Frauen mit der Konsequenz von über 13.000 unehrenhaften Entlassung seit der Gesetzesverabschiedung.

Am vergangenen Wochenende dann erleichtertes Aufatmen bei allen Betroffenen und große Freude über den so wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Das Militärgesetz wurde mit 65 zu 31 Stimmen ausgesetzt und wartet nun auf die rechtskräftige Unterzeichnung durch den amtierenden US-Präsidenten Barack Obama. Dieser äußerte sich positiv über den Umstand, dass nun nicht mehr „Tausende von patriotischen AmerikanerInnen gezwungen sein müssten, das Militär zu verlassen, bloß weil sie homosexuell sind“.

Bereits am 12. Oktober 2010 entschied ein Bundesgericht in Los Angeles, dass das sogenannte DADT-Gesetz verfassungswidrig sei. Im weiteren Verlauf kam es zu Urteilsanfechtungen v.a. durch das Pentagon. Am 15.12.2010 wurde schließlich mit einer Mehrheit von 250 zu 174 Stimmen im Repräsentantenhaus der Gesetzesänderung zugestimmt. Am besagten letzten Samstag zog dann der US-Senat nach. Interessanterweise wechselte der US-Verteidigungsminister Robert Gates, wohl aufgrund des hohen öffentlichen Drucks, die Stellung und begrüßte nun die Gesetzesänderung.

Es hat sich also (endlich) wieder etwas im Land der unbegrenzten Möglichkeiten getan! Diese nun auch formale Gleichstellung von Homosexuellen im Militär wird hoffentlich gegen aller Erwartung vieler konservativer US-Politiker ihre Früchte tragen und psychische Belastungen und vorhandene Vorurteile noch weitläufiger eliminieren. Warum sollte ein/e homosexueller SoldatIn einen weniger schlechten Dienst leisten als ein heterosexueller? Zum Teil haben viele von ihnen jahrelang im Militär ihren Dienst vorbildlich geleistet.

In Deutschland ist man da schon ein Stückchen weiter. Mit dem Soldatinnen- und Soldaten-Gleichbehandlungsgesetz des Jahres 2006 sind „Benachteiligungen aus Gründen … der sexuellen Identität“ (Wikipedia) verboten und dürfen in keinem Fall den beruflichen Werdegang beeinflussen. Homosexuelle Beziehungen dürfen damit im Privatbereich uneingeschränkt geführt werden. Es gibt sogar ein Trennungsgeld, falls beide Partner in einer Lebenspartnerschaft, worüber wir bereits berichteten, eingetragen sind. Wer sich gerne weiter zur Thematik Bundeswehr und Homosexualtiät informieren möchte, findet auf der Internetpräsenz vom AHsAB e.V. weitere nützliche Beiträge.

Sogar prominente Beführworter wie Lady Gaga meldeten sich zum Beispiel via Youtube mit Videobotschaften zu Wort und sprachen sich gegen den DADT-Grundsatz und für die Gleichberechtigung von Homosexuellen nicht nur im Militär, sondern in der ganzen Gesellschaft aus.

Homosexualität in den USA und der Welt