Als mir der Link heute Mittag zugeschickt wurde, musste ich zunächst etwas ungläubig schmunzeln. Hatte man von solchen Fällen doch eher aus höheren Alterssektionen gehört, von denen man sich selbst noch weit entfernt sieht. Aber weit gefehlt! Es könnte jeden von uns treffen – theoretisch. Das geschieht natürlich nur unter gewissen Umständen und äußert sich tragisch in folgendem Vorfall.

Der traurige (Zu)Fall ereignete sich Ende letzten Jahres in Cirencester, Großbritannien, etwa 50 km westlich von Oxford gelegen. Das Kindermädchen Nichola Paginton wurde hüftabwärts nackt in ihrem Bett zu Hause von einer besorgten Nachbarin aufgefunden, die sie durch das Schlafzimmerfenster entdeckte. Die Beamten fanden die junge 30-jährige Frau anschließend tot auf dem Bett liegend mit ihrem Laptop im Schoß, der noch die vermeintliche Todesursache anzeigte. Neben ihr wurde ebenfalls ein Vibrator gefunden.

Pathologen führten die plötzlich einsetzenden Herzrhythmusstörungen mit folgendem Herztod auf die gesteigerte sexuelle Erregung zurück, welche die Nanny beim Liebesspiel mit sich selbst erlitt. Im Dunkeln bleibt für mich allerdings, ob bei ihr nicht schon zuvor Arrythmien bestanden haben oder nicht. Herzrhythmusstörungen können angeboren sein oder erworben werden (z. B. durch Herzinfarkt oder -krankheit). Ein Einzelfall ist das keinesfalls und gibt gerade auch deshalb Anlass, sich doch eventuell untersuchen zu lassen, unabhängig davon wie alt man ist oder wie fit man sich fühlt.

Männer höheren Alters sind dabei generell anfälliger als Frauen (um Faktor 12 geringer). Das Johann Wolfgang Goethe Insitut in Frankfurt a. M. stellte dazu aus einer Autopsiedatenreihe von einem Zeitraum über 20 Jahren fest, dass circa 0,2 % der Todesfälle durch sexuelle Aktivität begründet sind. 37 Männer starben demnach durch einen Herzinfarkt. Aufgrund der Anstrengungen beim Liebesakt erhöht sich zudem die Gefahr eines Schlaganfalles.