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Eigentlich liegt es ja auf der Hand: Menschen, die uns näher stehen (könnten), sind viel besser als Akteure für die heißen Porno-Streifen geeignet! Nicht dieser hollywoodhafte Pornocharakter, der sich in exzellent inszenierter Kamera- und Darstellerarbeit äußert. Schauspielerische Glanzleistungen wird man aber wohl auch aus der Schaumfabrik des Silikonvalley selten zu sehen bekommen. Dafür stehen andere Aspekte viel zu sehr im Vordergrund. Sind wir doch mal ehrlich, oder zumindest bin ich es: Mir sagen die Filmchen à la ‚Mädchen von nebenan‘ immer mehr zu als die plastischen und teils grobschlächtigen Standard-Pornos.

Noch vor ein paar Jahren, in der Zeit, wo das Internet aufblühte und damit der Leitspruch „The Internet is for Porn“ seinen Siegeszug einläutete, war die Erregung um die leicht zugänglichen Pornos enorm. Kein peinlich berührtes Suchen im Sexshop um die Ecke oder sich endlos langziehendes Warten auf die Zustellung aus einem Magazin. Nein, dass gab es jetzt bequem zum Download oder später auch ganz frei zugänglich auf einschlägig bekannten Seiten. Das dann irgendwann auch der Amateur-Porno hier Einzug hielt, war nicht minder verwundernswert, als das die billionendollarschwere Industrie sich über die „zuspitzende Krise“ in den letzten Jahre erzürnte. Das Spektrum für den Verbraucher ist nicht umsonst derzeit so breit gefächert, dass entweder die Großen weiterhin gut fahren oder die kleinen Nischenbesetzer inzwischen aufsteigen konnten.

Nischen im klaren Vorteil

Eben eine solche Nische ist bzw. war auch der Amateur-Sektor mit nunmehr zahlreichen Websites mit zeigefreudigen Damen aka Sexy Cora. Sie bietet dem Liebhaber der Amateur-Szene, dass was er will: Freizügige Webcam-Videos, spannende Outdoor-Dokus (Public Sex) oder einfach nur ein fingiertes Solo, im wahrsten Sinne des Wortes. Ohne viel Brimbramborium, einfach und zielorientiert vor laufender Kamera umgesetzt. Das ist die eine Seite der Amateur-Szene. Natürlich gibt es auch schon ganze Filmproduktionen, die diesen Sektor für sich erkannt haben und gewinnbringend umzusetzen wissen. Aus den USA kennt man ja solche Vorläuferbeispiele, bei denen Amateure (?) von der Straße für das Liebesspiel im fahrbaren Untersatz oder in einer extra bereitgestellten Wohnung gecasted werden.

Kursänderung oder nicht?

Das war und ist auch noch der Anlass zur allgemeinen Verärgerung vieler Profis der Porno-Branche und verleitet die Macher hinter den Profi-Kameras zuweilen zum Fingerzeig auf die einfachen Leute als Verursacher der Pornobranche. Es ist selbstverständlich einfach, dass zu tun, wenn die persönliche Nachfrage nicht mehr so groß ist und ein Sündenbock erforderlich ist. Aber bitte, dass ist nunmal ein offener Wettbewerb, wobei Angebot plus Preis hier die Nachfrage entsprechend bestimmen. Also etwas anders, als es uns sonst das Prinzip der Marktwirtschaft verrät.

Das verwundert mich allerdings nicht. Denn wie so oft, ist es die menschliche Neugier, die hier entscheidenden Einfluss nimmt. Immer auf der Suche nach dem Außergewöhnlichen oder dem Extremen. Wer also weiß, was die breite Masse der „Normalen“ bevorzugt, gewinnt hier den wichtigen Vorteil in diesem so hart umkämpften Business. Und alleine das zählt! Es gilt demnach: Wer altbewährtes mit neuen Trends verknüpft steht auf der Siegerstraße. Lohnt es sich da nicht einmal einen Gedanken an eine Amateurkarriere zu verschwenden?!