Sie können nicht nur lästern und sexeln, sondern auch singen!

Gleich vorweg ein Geständnis an alle weiblichen Leser oder Leserinnen, ich habe SATC nur zufällig und auch nur ganz kurz beim Vorbei- zappen gesehen. Ich erinnere mich nicht wirklich an einen komplexen Handlungsstrang oder ein bestimmtes Persönlichkeitsprofil.

Leider? Nun ja, gehört habe ich schon davon, aber mir das antun wollte ich nun gerade nicht. Nicht diese typische Frauensitcom, die nur mit Sex und Luxusklamotte geißelte und jeden guten männlichen Geschmack in weiblicher Extase untergehen ließ. So schlimm war es allerdings auch nicht.

Über zwei Stunden plus eingeschobener Filmpause, die ich als Kinogänger so noch nie erlebt hatte, konnte ich diesen Film mit meiner Freundin genießen und wie paradox, von Genuß, wie ihr merken werdet, ist wohl kaum die Rede. Es war mehr ein Erleben einer anderen, weiblicheren Sichtweise, eines Frau-Seins in der Perspektive des emanzipierten 21. Jahrhunderts zwischen selbstbestimmtem Sex und frigider Traditionseinhaltung. Fast schon wie in Trance gleitete dann der Film an mir vorbei und war gar nicht so langweilig, wie erhofft!

Immerhin gab es da mehrere äußerst reizvolle Busen-Szenen mit der Nanny von Charlotte – ihren Namen, habe ich leider vergessen – und wie überraschend: Nur drei Sexszenen im ganzen Film von über 140 min Länge! Das war nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe! Vor allem nach den Erzählungen vom ersten Teil und der Serie! Enttäuschung? Hm nein, aber richtig Lachen musste ich an den passenden Stellen auch nicht, weil mir irgendetwas gefehlt hat. Gut, wie gesagt: Keine Folge zuvor gesehen und SATC 1 ja auch nicht. Unabhängig davon existierte dennoch eine geistige männliche Barriere, der ich mich partout nicht erwehren konnte und durch ein quengelnden Blick nach rechts verstärkt wurde.

Übrigens spreche ich hierbei mit Sicherheit für den fünfprozentigen Männeranteil im Publikum des Universum City Karlsruhe ;), die doch ziemlich still waren.Selbst die anwesenden Damen waren bei den Busen-Szenen lauter. Irgendetwas sprach da gegen mein sonstiges Filmverständnis und das lag definitiv nicht an der vorherrschenden Präsenz von Frau und Schuh im Film. Gecarried konnte ich also nicht so recht werden. Ein Geständnis habe ich trotzdem abzulegen: Tatsächliche habe ich mir einige Folgen SATC angeschaut – meistens mit meiner Freundin. Mit ihrer Abreise verflog dann auch sogleich mein sensationslüsternes Interesse. Erkenntnisse über das Wesen Frau lassen sich doch wohl nicht so einfach gewinnen, oder!?