Ohne jetzt einen Vergleich mit taktischen Manövern im Krieg heranzuziehen, ist der Kampf, oder manchmal auch Krampf, um die richtige Stellung gar nicht so weit hergeholt. Das „taktische“ Ziel sollte schon der beidseitige Orgasmus sein, was gerade diese leidenschaftliche zwischenmenschliche Auseinandersetzung doch zu etwas ganz Besonderem macht. Leider ist es aber oft so, dass es, wie in einer realen militärischen Konfrontation, leider bei einem einseitigen Sieg bleiben kann.

Wenn man es genau nimmt, verlieren wohl beide Parteien und so sollte dieses Zusammentreffen der besonderen Art ja nicht enden. Deshalb ist es wichtig, dass man sich schon zuvor im Klaren über die richtige Vorgehensweise auf dem heimischen oder auswärtigen Schlaffeld ist, ohne großartig versteift eine Planung auszuarbeiten. Dazu sind Spontanität neben einer wohldosierten Angriffslust unumstritten bedeutsame Faktoren, die über gemeinsamen Sieg oder einzelner Niederlage entscheiden können. Hierzu (m)ein Taktikplan kurz und knapp:

Taktikplan:

1. Vergesst das Wort „Taktik“!
2. Haltet das Schlaf- und Wohnfeld in Ordnung!
3. Seid nett, ehrlich und gelassen. Ein bisschen Mühe geben schadet nicht!
4. Küssen und zärtliche Berührungen in angemessener Form bewirken oft eine Menge!
5. Erkennt fordernde Zeichen und „antwortet“ entsprechend darauf – d.h. nonverbal!

Wenn es dann soweit ist, dass beide Seiten aufgewärmt in Stellung sind, verbleiben aber noch zwei offene Fragen: „Wer fängt an und wie?“ Einfach rein und wieder raus, wie die Flakgeschütze? Nein, natürlich nicht, zunächst jedenfalls! Laut Punkt 4 und 5 solltet ihr idealerweise auf euer Gegenüber eingehen und auf sein verlangendes Verhalten reagieren. Und wie richtig reagieren? Eine Diskussion vom Zaun zu brechen ist zu diesem Zeitpunkt ebenso sinnfrei, wie stimmungstötend. Was der- oder diejenige als Stellungen bevorzugt oder bevorzugt werden könnte, sollte man wissen oder eben einfühlsam antizipieren. Natürlich spricht nichts gegen eine Vor- besprechung, wie die Präferenzen wohl liegen.

Die richtige Einschätzung der Stellungs-Situation kann also in jedem Fall von Vorteil sein, wenn auch selbstverständlich andere Faktoren, wie persönliche Befindlichkeit und der Ort des Geschehens beachtet werden müssen (siehe Punkt 2, Taktikplan). Die Frage, wer anfängt, solltet ihr dementsprechend auch vergessen! „Actio = Reactio“ heißt es doch schon so schön im dritten Newton’schen Gesetz, wenn auch unlängst seine Grundaussagen relativiert wurden. Ebenso sollte es sich bei euch verhalten, damit einem bilateralem, siegreichem und glückserfülltem Ende nichts im Wege steht.