Es ist Vollmond und sie sitzt mal wieder zu Hause, eingekuschelt in einer Decke auf ihrer Couch. Es brennen viele Kerzen. Sie ist mal wieder allein und sehnt sich nach Liebe und Geborgenheit. Einfach mal wieder in die Arme genommen zu werden, ohne gleich an Sex zu denken. Sie sieht ihn viel zu selten und wenn er mal bei ihr ist, geht es nur um das eine. Natürlich ist Sex mit ihrem Freund sehr schön, aber wo bleiben da die sanften Berührungen, die zarten Bisse am Hals und die vielen netten Worte, die man sich sagt, wenn man sich liebt? Sie schaut aus dem Fenster und sieht ihr Gesicht in der Scheibe. Es glitzert etwas, sind es Tränen, die sie da sieht? Ja, es sind Tränen. Sie rennen über ihr hübsches Gesicht, hinunter bis zu ihren Lippen. Es schmeckt salzig. Wie sehr wünscht sie sich ihren Freund herbei, er soll sie einfach nur festhalten und sagen, dass er sie liebt. Hat sie es jemals schon von ihm gehört? Sie kann sich nicht daran erinnern. Viel zu traurig zieht sie sich die Decke noch näher an ihren Körper. Ihr ist kalt, obwohl die Heizung läuft und die Kerzen brennen.

Viel zu selten sehen sie sich, obwohl sie nicht weit voneinander entfernt wohnen. Sie denkt an schöne Zeiten, an den Sommer. Wie schön wäre es doch jetzt, wenn es draußen warm wäre, die Sonne auf der nackten Haut kitzelt und das Wasser vom See an den Körpern abperlt, sie die nassen Haare nach hinten schwingt und er ein paar Tropfen abbekommt. Sie muss innerlich lachen, wie er sich immer darüber ärgert, wenn die Wasser- tropfen auf seinem von der Sonne aufgeheizten Körper spritzen. Am liebsten würde sie jetzt mit ihm an den See fahren. Ein Waldweg führt dorthin. Er ist meistens einsam und verlassen, weil ihn kaum jemand kennt. Schön abgelegen. Sie schnappt sich in Gedanken die Decke und einen Picknickkorb, gefüllt mit Weintrauben, Sekt und anderen Leckereien. Kaum ist die Decke ausgebreitet, gehen sie auch schon ins Wasser, um sich abkühlen. Sie schwimmen eine Runde und blicken sich währenddessen an. Sie können gar nicht voneinander lassen.

Sie beobachtet ihn beim Schwimmen, sie sieht seinen muskulösen Körper, der kraftvoll durch das Wasser gleitet. Sie möchte ihn anfassen, seine nackte Haut auf ihrer spüren, ja das wäre jetzt schön. Sie schwimmen nebeneinander wieder zurück Richtung Ufer. Er schwimmt hinter ihr und plötzlich spürt sie seine Hände um ihre Hüften. Er hält sie, denn sie können mittlerweile wieder im Wasser stehen. Kein Mensch ist am See, sie sind ganz allein und genießen das schöne Wetter. Er schaut ihr tief in die Augen und nimmt ihr Gesicht mit seinen sanften Händen. Er gibt ihr einen leidenschaftlichen Kuss. Ihr Körper gleitet mehr zu ihm hin und sie spürt ihn ganz nah. Sie erwidert den Kuss. Als er sie noch näher an sich ranzieht, spürt sie nicht nur seine harten Muskeln, sondern auch seinen Jadestab, der sich ihr entgegendrückt. Er streift ihr langsam das Oberteil ab und streichelt sie sanft über ihre Brüste. Nicht nur durch das kühle Nass, sondern auch durch seine Bewegungen auf ihrer Haut werden ihre Nippel hart. Sie stöhnt leise auf, als er sie berührt. Er kann so zärtlich sein, denkt sie sich und rückt ihre Decke auf der Couch zurecht. Ein warmes Gefühl steigt in ihr hoch, als sie an seine Berührungen im Wasser denkt.

Sie merkt gar nicht, wie sie sich selbst streichelt. Warum eigentlich nicht? Sie gleitet unter ihren Pullover und streift über ihre Brüste. Ihre Nippel sind hart und dieses Mal ist es nicht durch die Kälte. Ein Wonneschauer durchfährt sie. Sie schließt die Augen und gleitet mit ihrer Hand über den Bauchnabel nach unten zu ihrem Slip. Sie lächelt nun und die Tränen sind für einen Moment vergessen. Sie stöhnt leise auf, als sie sich über ihren Venushügel streichelt. Erst heute Morgen hat sie sich rasiert und fühlt ihren glatten Hügel. Sie spreizt die Beine ein wenig und fängt an sich zu massieren. Hm, ja, ein schönes Gefühl. Aber noch schöner wäre es, wenn er sie massieren würde. Sie fährt sich zwischen ihren Schamlippen, über ihren Kitzler. Ganz feucht ist sie, weil sie so schöne Gedanken hat. Sie wird etwas fordernder und lässt einen Finger in ihre Lustgrotte gleiten. Sie neigt ihren Kopf dabei nach hinten und genießt. Ein zweiter Finger folgt. Sie legt nun die Decke zur Seite, da ihr warm geworden ist. Die Rollos sind nicht unten, die Nachbarn könnten reinschauen, aber das macht ihr jetzt nichts aus. Sie möchte sich verwöhnen und denkt nicht darüber nach, ob sie jemand sehen könnte.

Ihre Finger leckt sie zwischenzeitlich ab und führt sie wieder in ihre feuchte Grotte. Sie bebt nun vor Verlangen. Mit der linken Hand streichelt sie ihre Brüste, zieht an ihrem Brustpiercing und wird immer geiler, auf sich. Sie wird schneller und ihr Stöhnen immer lauter. Sie lässt sich fallen und befriedigt sich. Sie vergisst alles um sich herum, ihre Traurigkeit; ihre Tränen sind getrocknet. Sie denkt jetzt einfach nur an ihren Spaß und dass es ihr gut tut. Noch schneller mit ihren zarten Fingern, massiert sie ihren Kitzler und merkt, dass es bald soweit ist. Dieses Gefühl soll nicht enden, dieses Zittern, Beben, diese Geilheit. Sie kann einen Lustschrei nicht unterdrücken, während sie kommt. Ihr Orgasmus hat nicht lange auf sich warten lassen. Sie kommt und ihr ganzer Körper zittert. Sie schnappt sich ihre Decke und schaut wieder aus dem Fenster. Sie sieht ein hübsches Gesicht mit einem Lächeln.

Kann sie nicht immer so glücklich sein? Das steht ihr viel besser als diese traurigen Augen. Ihre Grübchen, wenn sie lacht, das Glänzen in den Augen, wenn sie glücklich ist.

Es klingelt. Sie schreckt auf und zieht sich schnell an. Wer kann das um diese Uhrzeit sein, fast Mitternacht? Sie schaut durch ihren Spion, öffnet die Tür und erblickt ihn. Sie müssen nicht reden, denn die Blicke sagen alles. Sie hat sich so sehr gewünscht, dass er bei ihr ist und nun steht er da.

Sie umarmt ihn und flüstert ihm ins Ohr: „Ich hab dich so sehr vermisst.“
Er schaut sie an und küsst sie. Es kommt ihr wie im Traum vor, aber es ist keiner.

Die Tür geht zu und er trägt sie ins Wohnzimmer. Er legt sie auf die Couch
und legt sich neben sie, Sie halten sich einfach fest. Immer noch Schweigen
im Raum. Sie ist einfach nur glücklich.

Während er sie liebevoll beobachtet, schweifen seine Gedanken ab. Der Alltag frisst einen auf, denkt er sich. Er muss viel öfter spontan bei ihr vorbei kommen und sie einfach mal in den Armen nehmen. An diesem Abend hat er gespürt, dass er sie braucht. Er sieht ihre verweinten Augen und sagt zu ihr: „Du, ich liebe dich!“

Da war es, dieses Knistern in der Luft, ihr Herz macht einen Sprung und sie halten sich einfach nur fest. So glücklich war sie schon lange nicht mehr.

Eingereicht von Schwarze Witwe