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Ein Schmuckstein in der Wüste/ by shadyladyranch.com

Was in Vegas geschieht, bleibt in Vegas!“ Zum Glück ist das bei dieser Meldung nicht der Fall, auch wenn mancher Besucher liebend gerne davon Gebrauch macht oder noch Gebrauch machen wird. Letztendlich sind neben dem verlockenden Glücksspiel, auch die zahlreichen Angebote des horizontalen Gewerbes außerhalb der berühmt berüchtigsten Glitzerstadt der Welt verführerisch – ab sofort nicht nur für die Herren der Schöpfung, sondern auch für die Damen! Die Shady Lady Ranch in Petticoat Junction, ein exklusives Bordell Nevadas, sucht erstmalig nach „guten“ Männern zwischen 21 und 40 Jahren. Eine WELTPREMIERE!!!

Wie ihr als aufmerksame Leser selbstverständlich aus dem ersten Teil aus Prostitution in aller Welt wisst, ist Prostituion in den USA generell illegal. Las Vegas bzw. der Bundesstaat Nevada bildet da, außer was den Energieverbrauch betrifft, keine entscheidende Ausnahme. Besonders beliebt bei den zahlreichen Touristen ist die 80 km westlich von der Glücksspielmetropole gelegene Stadt Pahrump im County Nye. Tatsächlich existieren in 11/17 Countys (Verwaltungsbezirke) 30 lizenzierte Bordelle mit etwa 300 Prostituierten, in denen Freier nach Belieben ihren sexuellen Gelüsten und Wünschen nachgehen können. Außerhalb davon lebt Mann oder Frau auf gefährlichem Fuße. Vielleicht gerade wegen des einleitenden pointierten Zitates, verwundert es schon, dass in Las Vegas längst schon nicht legale Prostitution in anerkannten Bordellen existiert, mal von der Dunkelziffer de Illegalität abgesehen, welche ohnehin Fakt ist.

Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass die größte Stadt Nevadas ein deratiger Tourismusmagnet ist, man diesen Zustand nicht gefährden möchte und deshalb die enormen finanziellen Zuflüsse durch legale Rotlicht-Einrichtungen bedroht sieht. Das klingt irgendwie widersprüchlich, zumal die Stadt mit Sicherheit allein von der Miete und den Steuerabgaben ein pralleres Portemonnaie bekäme. Der schöne Konjunktiv führte mich dann auch zu Google Maps und siehe da, vier Ergebnisse für die Suche „brothels in Nevada“, welche sich als Escort-Service entpuppten. Der Clou bei der Sache ist, dass man so auch illegale Prostitution legal erscheinen lassen kann. Es heißt ja per Definition, dass es nur um die Vermittlung einer Begleitung geht. In der Praxis ist das Ziel meistens der sexuelle Kontakt. Ein schöner Deckmantel also für einen heißen Besuch in der amerikanischen Wüstenstadt, wobei wir wieder bei der Pointe am Anfang wären.

Und wie kommt es, dass Männer auf einmal, so plötzlich in der Shady Lady Ranch, und das in den USA, der Prostitution nachgehen dürfen? Nun ja, der Grund ist der, dass es bisher keine rechtsgültigen Tests für Geschlechtskrankheiten bei Männern gab. Die Gesundheitsbehörde hat dann aber einen Harnröhren-Test gebilligt, der den staatlichen Auflagen entspricht. De facto ist damit jeder gesunde Mann ab sofort berechtigt, der Prostitution nachzugehen. Für Frauen existiert bereits seit Jahren eine Gebärmutterhals-Untersuchung als Präventivmaßnahme.

Bobbi Davis, Inhaberin der Shady Lady Ranch, leistete zu diesem Schritt ebenso einen Beitrag, wie auch die Tatsache, dass nichtzuletzt auch hier das horizontale Gewerbe kriselt. Von den ehemalig mehr als 100 Mitarbeiterinnen sind derzeit nur noch sieben übrig. Da ist die Idee, männliche Prostituierte zu finden und einzustellen, gar nicht so abwegig, um eine alternative Einnahmequelle zu finden. Fragt sich nur, wie gut sich diese Schritt auszahlt oder doch vom Wüstenwind verweht wird.