Vorgestern war es nun wieder soweit und an zahlreichen deutschen Universitäten wurde gegen die fehlerhafte Bildungspolitik, zu eng geschnitte Stundenpläne in Bachelorstudiengängen und die hohen Studiengebühren protestiert. Anscheinend teilweise auch mit Erfolg, was BAföG und die Restrukturierung von Studenplänen betrifft. Ob sich aber bundesweit eine Änderung der finanzorientierten Bildungspolitik ergibt, ist eher anzuzweifeln. Ein richtiger Schritt wurde bereits hier in Ba-Wü getan. Na ja, zumindest für die Studenten, die mindestens zwei Geschwister haben, von denen keine(r) eine Befreiung von Studiengebühren in Anspruch genommen hat. Würfeln wir doch gleich aus, wer zahlt oder wer nicht!?

Proteste gab es übrigens auch in der Ukraine, vornehmlich durch die feministische Studentenbewegung FEMEN unter dem Motto „die Ukraine ist kein Bordell“ geführt. Aufmerksamkeit haben sie mit ihrer eigenwilligen Demonstration gegen sexuelle Belästigung an der Universiät auf jeden Fall erregt. Die Szenen aus dem am Mittwoch veröffentlichten Video sprechen für sich: Über dem Schoss eines Kommilitonen liegend, der mal sacht, dann demonstrativ schlagend den Allerwertesten der Protestantin berührt, die dabei Bücher paukt. Angebliche soll es schon mehrere Fälle sexueller Belästigung gegeben haben, in denen Professoren verwickelt waren und die Vertreterinnen der Bewegung fürchten eine zunehmende Migration der Absolventinnen in das Rotlichtmilieu Ukraines. Schuld daran seien die schlechten Studienbedingungen und die mangelnden Job-Angebote für Uni-Absolventen. Die Presse hat das Ereignis wohlwollend aufgenommen und fast schon wirkt es kindisch, wenn man die äußerst leicht bekleideten Frauen hin und her hüpfend und lachend sieht. Ob da dem Ganzen nicht etwas der Ernst des Anliegens gefehlt hat?!

Unsere Mission ist, die bestmöglichen Bedingungen für jungen Frauen zu schaffen, die sich der Bewegung FEMEN anschließen. Dabei wird die generelle Idee gegenseitiger Unterstützung und sozialer Verantwortung vertreten, um die Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder zu fördern. (Anna Gutsol, FEMEN-Anführerin)