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Und weiter geht der Kreuzzug der AFA, der amerikanischen Familienbehörde, gegen Blasphemie und Unsittlichkeit. Dieses Mal trifft es nicht die PepsiCo oder irgendeine andere Schwulen und Lesben unterstützende Organisation, sondern keine geringere „Person“ des Simpsons-Universums und Ikone der Pop-Kultur: Marge Simpson. Ja, ihr habt richtig gehört! Man sollte aber in Klammern „Oben ohne“ ergänzen und sich der rigorosen christlichen Vorgehensweise der AFA bewusst sein, die sehr schnell zum Online-Boykott aufruft. Und jetzt hat es die amerikanische Traditions-Einzelhandelskette 7-11 getroffen, welche neben anderen Geschäften die Marge-Simpson-Ausgabe sprichwörtlich unter dem Ladentisch verschwinden lassen sollen. Hierzu gibt es unter der Rubrik Action Alert auf der Hompage der AFA extra ein vorgefertigtes Schreiben zur Unterstützung dieses Vorhabens. Marge Simpson als Vorbild schmutziger Kinderphantasien und fehlleitendes Beispiel in puncto sexueller Entwicklung?

Aus der Sicht der AFA unverantwortlich, Pornos so zur Schau zu stellen. Da kann aus kindlicher Neugier schnell eine pornografische Abhängigkeit erwachsen, wenn ein Junge Marges Coverphoto in einem dieser Läden zu sehen bekommt. Da weiß man zunächst gar nicht, was man darauf antworten soll. Nur, weil Marge Oben ohne auf einem von vielen anderen (durchaus noch mehr kindergefährdenden) Magazinen zu sehen ist, soll das Heftchen den Weg aus den Regalen finden. Es ist verständlich, dass Minderjährigen der Zugang zu derartigen Zeitschriften unterbunden werden soll, aber deshalb dieser Aufstand. Sie schneiden sich damit ins eigene Fleisch und schaden dem Ruf eines Traditionsunternehmens, wo mittlerweile ganztags eingekauft werden kann. Auch Buzz-Cola wurde dort schon als Werbegag verkauft und 12 Läden nannten sich in Kwick-E-Mart um. Aus „Oh thank heaven for 7-11“ wird wohl aber bald ein „Oh no, a Quickie-Mart“ werden.