AndyEs atmet, es hat Puls – Es lebt!? Beim Lesen dieser Neuigkeit kam man sich doch schon etwas vor, wie in einem Frankenstein-Horrorfilm. Nur, dass hier nicht der große übermenschliche mit Schrauben versehene Leib eines zusammengeflickten Wesens zum Leben erweckt wird. Zum Glück handelt es sich hierbei um, aus Silikon maßgeformte sehr menschlich wirkende, Sex-Spiel- zeuge. „Andy“ heißt da der, seit dem 01.03.2001 existierende, Prototyp des deutschen Unternehmens FIRST ANDROIDS, geschaffen vom Creator, mit der philosophischen Einsicht: Ein Leben sei nicht genug, um all das zu leisen, was man sich vornimmt. Die Zeit brachte es, pardon, Sie mit den Traummaßen 75-101 x 56 x 86 hervor – und das bei 1,60 m und 42 kg Durchschnittsgewicht. Aber genug der Zahlen.

Neben nahezu allen möglichen Sexpositionen, Oralsex und ausgearbeitetem G-Punkt, welcher auf den eigenen Orgasmus anspricht, schmücken ihren zierlichen Körper äußerst realistische Brustwarzen. Wow. Das spricht für sich. Zu Bestaunen gab es Andy und Freunde bereits auf der Venus 2007 und 2008 in Berlin. Mit Sicherheit werden sie auch in diesem Jahr wieder dabei sein. Interessant anzusehen, ist auch die seit kurzem aufschäumde Debatte über die erotischen Silikonskulpturen. Dort heißt es, sie seien nicht sozialfähig, können nicht sprechen und damit auch keine „Beziehung“ mit abgelehnten Waschlappen eingehen. Na, und? Lasst den Männern doch ihren Spass. Andere Männer oder Frauen reden mit ihren Katzen und Hunden, haben zu ihnen fast schon intimere Verhältnisse, als zu anderen Menschen. Also, wer spricht da von verkorkstem Liebesleben?! Außerdem sprechen 4 Millionen Bestellungen bei First Androids für sich. Möge da jeder seine eigene Erfahrungen sammeln.

Zukunftweisend ist die Entwicklung, solcher in groben Zügen mit menschlichen Attributen versehenen Liebeshelfer, allemal. Konventionellen Sex, wie wir ihn heutzutage kennen, wird es so wohl bald nicht mehr geben. Ein Ausblick in eine posthumanistische Zukunft?! Die Welt vernetzt sich immer mehr und das selbe geschieht mit dem Menschen. Natascha Vita-More trifft es da ziemlich gut: Sex ist Kommunikationsmittel. Die Konnektivität wird in Zukunft vorrangig sein – von der simulierten Umwelt bis hin zur Momentan-Realität, welche zusammen in einem Big Bang enden könnten.