Ein heißer Feger und schon flitzen die kleinen Kerle schneller. Dem soll zumindest so sein, wenn man einer neuesten Studie der Oxford Universität und dem Royal Veterinarian College Glauben schenkt. Forscher fanden heraus, dass beim Bankivahuhn – einem Urahn des heutigen Haushuhns – welches man noch in Indien und Indonesien wildlebend antrifft, genau dieser Zusammenhang besteht. Sie beobachteten dazu dominate und untergeordnete Bankivahuhn-Männchen bei der Paarung mit unterschiedlich attraktiven Weibchen. Und was heißt „attraktiv“? Bei den Bankiva-Weibchen ist es so, dass die Form und farbliche Ausgeprägtheit ihres Kammes sehr gut damit einhergeht, eine möglichst große Anzahl an Eiern zu legen. Also, je schöner der Kamm, desto mehr mögliche Nachkommen. Nach Extraktion der Spermien und Analyse stellte sich dann heraus, dass die Männchen, welche sich mit den fruchtbarsten Weibchen gepaart hatten, einen höheren Samenfluss und ein größeres Ejakulatvolumen aufwiesen. Ursache dafür war die unterbewusste Benutzung beider Ejakulationskanäle, wenn sonst nur der linke oder rechte Kanal benutzt wurden. Ähnliches beobachtete man bereits beim Afrikanischen Buntbarsch. Beim jährlichen Treffen der Europäischen Gesellschaft für Fortpflanzung und Embryonalforschung stellte der australische Gynäkologe und Geburtshelfer David Greening u.a. die These auf, dass auch der Mensch zu solch einer unbewussten und noch weitesgehend unerforschten Steuerung fähig sei. Er behauptet, dass täglicher Sex oder eine tägliche Ejakulation über 7 Tage, die Spermaqualität erheblich fördere und das Spermatozoid weniger DNA-Schäden unterliege. Enthaltsamkeit und damit eine länger andauernde Sauerstoffsättigung der Kanäle schädige hingegen die Zellen. Um weitere Erkenntnisse zu erhalten, sind in jedem Fall neue Forschungen notwendig.

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Quelle: Wikipedia