Auch in Italien ist die Finanzkrise angekommen. Doch man weiß sich zu helfen, indem einfach mal eine 25-prozentige „Porno-Steuer“ von der Italienischen Regierung unter Berlusconi erhoben wird. Die Einnahmen aus dieser Steuer sollen dann anteilig als Fördermittel für die ebenfalls kriselnde Filmindustrie genutzt werden. Für den Staat ein rentables Geschäft, wenn man die wachsenden Erträge aus den Erotik-Channels, die via Sky-Italia ausgestrahlt werden, betrachtet. Das sind immerhin 2,6 Mio Dollar pro Woche – 10 Mal mehr als die regulären Pay-TV-Umsätze.

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Claudia Hautumm/PIXELIO

Darauf bezieht sich nämlich die Steuer, Pay-Per-View-TV. Immer mehr Italiener sehen sich Pornos über Digital-TV an und sollen laut Conto TV, einem wachsendem Digital-Decoder-Anbieter, einen aktiven „Beitrag zur wirtschaftlichen Rettung des Landes“ leisten, also am besten Kunde werden.
Aktiv werden sie dabei wohl so oder so sein, genauso wie der sich schon seit längerer Zeit abzeichnende Trend zur Umstellung von Analog- auf Digital-TV bis 2012. Wen wundert’s also?! Ob dieses Konjunkturpaket allerdings fruchtet, ist für den Chef der italienischen Ausstellungsorganisation ANEC, Paolo Protti, allerdings mehr als fraglich. Die bisher eingestrichenen 80 Mio. Dollar landeten erstmal in staatlicher Tasche.