I have a Dream that one day this nation will rise up and live out
the true meaning of its creed: ‚We hold these truths to be self-evident:
that all men are equal‘ . (Martin L. King)

Quelle: Wikipedia

Damals in den USA der 60er Jahre kämpfte dieser Mann für die Rechte der schwarzen Bürgerbewegung, hielt einige sehr bedeutsame Reden, die schon fast Predigten gleichten. Auch das obige Zitat stammt aus einer solchen, wenn nicht der berühmtesten – „I have a dream.“ Hat sich dieser Traum von Gleichberechtigung erfüllt? Die Stimmen, von wo auch immer sie gegenwärtig an unser Ohr dringen, sprechen von Wirtschaftskrise, Inflation, Arbeitsplatzabbau und Konjunkturpaket. Da geraten sozialpolitische Veränderungen schon einmal in den Hintergrund, gleichwohl sie nicht weniger bedeutsam sind.

So auch die Homosexualitätsbewegung der USA, welche wieder einen Schritt voran gekommen ist. Die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe durch die gesetzgebende Gewalt des Staates Vermont hat dazu einen weiteren entscheidenden Beitrag geleistet. Damit ist der Ostküsten-Staat der 4. nach Iowa, Massachusetts und Connecticut, welcher zudem 9 Jahre zuvor als 1. Staat der USA die „civil unions“ – also die eingetragenen Lebenspartnerschaften – eingeführt hat. Tage zuvor, am 3. April, entschied bereits das Oberste Gericht Iowas einstimmig die Ablehnung des Gesetzes gegen Homo-Ehen.

Bemerkenswert, wenn man sich z.B. bei Wikipedia die Abbildung „Gleichgeschlechtliche Partnerschaften weltweit“ im Artikel „Eingetragene Lebenspartnerschaft“ ansieht. Die USA sind, was die offizielle Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften betrifft, noch sehr entwicklungsbedürftig, ganz im Gegensatz zu den kanadischen Landsmännern und -frauen, die ohne Umstände den Bund der Homo-Ehe antreten können. Wo bleibt dort die Gleichberechtigung, diesmal der Homosexuellen, die, wie alle anderen Menschen auch, gleiche Rechte und Pflichten in einer demokratischen Gesellschaft genießen sollten.

Freiheitsrechte in den USA fehl am Platz?! Ein ausschlaggebender Faktor für die Diskrimierung der Homosexuellen in den USA war und ist mit Sicherheit die „religöse“ Überzeugung des Einzelnen – immerhin gaben 82 % der Bevölkerung bei einer Umfrage der CUNY im Jahr 2001 an „religös“ zu sein. Gut, dass macht natürlich nicht gleich jeden zum intoleranten Spießer und Gegner von Homosexuellen, trug und trägt aber dazu bei, dass noch viele Amerikaner der gleichgeschlechtliche Liebe mit Ablehnung begegnen oder sie rechtlich nicht akzeptieren. Dafür spricht, wie schon oben angesprochen, dass bisher nur vier S-Staaten die gleichgeschlechtliche Ehe anerkennen. Wer mehr über die Geschichte der Amerikanischen Schwulenbewegung wissen möchte kann hier nachlesen (Englisch) oder auch auf Wikipedia.