Des Öfteren haben wir ja bereits über die Wirtschaftkrise und ihre Auswirkungen insbesondere in der Erotik-Industrie berichtet. Da gab es mal mehr, mal weniger aktuelle Zahlen, Daten und Fakten, aber auch zeitnahe Berichte, wie der zur „Finanzspritze für die Armen“ oder zur „Sexbank Oranje“. Kurzum: Auch diese Branche ist, wie auch alle anderen, nicht krisensicher. Weniger Geld in der Tasche der Kunden, umso weniger auch in der der freizügigen Mädchen der deutschen Bordelle und Laufhäuser. Hier und da hört man von bis zu 50 % Umsatzeinbußen, Zwangs-Schließungen, Verkauf und Stellenaufgabe. Das sonst schon immer harte „horizontale Gewerbe“ ist allem Anschein nach wohl noch härter geworden.
Hannover:
Davon kann Ralf Gottschald, Chef des „S7“ ein sicher ein ied singen: „Es ist die schlimmste Krise seit 30 Jahren“! Wo sonst die Prostituierten bis zu 1.500 € die Woche verdient haben, sind es momentan nur schmalbrüstige 500 €. Auch die Gäste bleiben aus, 30 % weniger als sonst. Laut einer nsider-Information aus BILD, gaben bisher 30-40 % der Prostituierten ihren „Job“ auf und suchten neue Perspektive in hemaligen oder neuen Arbeitsverhältnissen. Tendenz steigend. Wenn die Frauen dennoch bleiben, müssen sie im Schnitt 1/3 länger arbeiten – 12 bis 14 Stunden lang. Nach der „Yes-Sir“-Bordellchefin Karin Ahrens kann die ansatzweise Lösung er Sexflaute nur durch guten Service und Gratis-Extras erreicht werden. Angeboten werden zum Beispiel, Tageskarten inklusive kostenloses Frühstücks- oder Kalt- Warm-Buffet am Abend. Ein richtungsweisender Schritt zur Serviceerweiterung in Gastronomie und Unterkunft wohl auch für andere deutsche Bordelle. Ob das die Wende bringen wird, gilt es aber, wie auch sonst, abzuwarten.