Die Bild und selbst der Spiegel titelten es Mitte des vergangenen Monats:
Die deutsche und US-Pornoindustrie leiden unter der weltweiten Finanzkrise,
die schon seit Monaten wie ein kühler Schleier über unseren Köpfen lastet.
Klar, wird der erste meinen, man muss sich nur die unzähligen Möglichkeiten
ansehen.
Allein die Eingabe des Suchbegriffes „Sex“ liefert zig Tausend Einträge,
die zu Seiten mit, wohl gemerkt, freiem erotischem oder pornografischem
Inhalt führen.
In derlei Hinsicht kann man dann natürlich keine Einnahmen erwarten.
Und was sagen die Statistiken? – Ja, sie bestätigen im Grunde das
zunehmende Elend der Branche, was sich in stagnierenden Einnahmen
sowohl über dem Großen Teich, als auch in Deutschland aufzeigen lässt.
Da gilt es dann aber zu differenzieren: Einnahmen, z.B. aus dem Verkauf
von Magazinen, DVD’s, Erotik-Artikeln u. a. – und solche, die sich aus
kostenpflichten Angeboten im Internet (z. B. Monats- oder Jahres-Abos)
ergeben.

Die Differenz der staatlichen Einnahmen zwischen 2005/06 betrug
umgerechnet für den US-Markt ca. + 0,54 Mrd. .
Für Deutschland ergab sich ein Wert von ca. 0,49 Mrd. €, wobei
uns hier leider keine Angaben zum Vorjahr oder davor vorliegen.

Da wundert es selbstverständlich niemanden, dass Vertreter aus
der überwiegend mittelständischen Schicht der deutschen Porno-
industrie sich an die Regierung fingerzeigend wenden,um ihr Recht
auf staatliche Förderung geltend zu machen.
Gerade jetzt in Zeiten, wo so zahlreiche Unternehmen zitternd
versuchen schwarze Zahlen zu schreiben, erheben sich ihre Stimmen.
Warum nicht schon vor 10 Jahren?
Gibt es die „Krise“ erst seit gestern, ebenso wie das Internet?