Verspannt – Teil 2

Lange bleibt die Dunkelheit allerdings nicht. Erneut dieses Flimmern. Erneut diese Spannung. Fest ist mein Griff und mein Blick weicht nicht mehr ab. Ich schließe die Augen, obwohl es nun keinen Unterschied macht. Eine Hand streicht auf und ab, die andere wischt weiter nach rechts. Eine ganze Zeit lang spiele ich dieses Spiel und genieße es. Doch auf einmal: Schluss. Der Lärm von weiter weg ist verstummt. Nur eine Stimme nähert sich. Ich beende mein Tun. Zunächst. Kalte Luft weht unbedacht in meine Richtung. Sie ist da. Endlich. Noch bevor die Wärme zurückkehrt, schlüpfe ich unter ihre Decke. Schön warm. Und doch dieser Geruch. Egal. Ich spüre ihre Seite und versuche, um sie zu kreisen. Meine rechte Hand gleitet zielgerichtet auf und ab. Sie ziert sich noch etwas. „Wo ist ihr Verlangen?“ Ich streichle langsam Ihren Rücken hinab. Wie auf Serpentinen fahren meine Finger die Anhebungen ihrer Gestalt hinauf. Ein Ritt zwischen Schatten und Licht mit dem Ziel der wohligen Wärme. Sie krümmt sich abrupt. „Das kitzelt!“, höre ich nur und der Fallschirm öffnet sich. Mit aller Macht werde ich aus dem freien Flug gerissen. „Lass uns morgen weitermachen. Ich bin zu müde.“ Das Seil ist durchgebrannt, zertrennt. Kein Halt mehr. Wieder das Flimmern, ich schließe die Augen.

Die Nacht war hart und zu kurz. Nachdem ich mich recht missmutig aufgerafft habe, überwiegt jedoch das Hungergefühl. Als wäre das noch nicht genug, schleicht sie in der Küche nur in kurzem Höschen vor mir her und verschwindet um die Ecke. Noch nicht einmal als Erster kann man sich erleichtern. Bereitwillig decke ich den Tisch in der Küche. Die Kaffeemaschine gluckert bereits vor sich hin. „Denk daran, wir sind zu dritt!“, schallt es aus dem Bad. „Was? Verdammt und vergessen.“ Ich ergänze das restliche Besteck. Ein mehr als überdeutlich fröhliches „Guten Morgen!“ wird mir auch noch entgegen geworfen.  Zu viel für diese Uhrzeit. Alle weiteren Fragen beantworte ich ab sofort phlegmatisch, zumindest nehme ich mir das vor. Alle sind nun am Tisch versammelt. Meine Aufmerksamkeit gilt den ofenfrischen Brötchen und dem Aufschnitt vor mir. „Gut geschlafen?“, höre ich und brumme irgendwas zurück Ich sehe sie nicht an. Doch, ich tue es. Ihre Wahrnehmung von mir lasse ich jedoch nicht aus dem Sinn. Ich blicke durch sie hindurch. „Was würde Sie wohl denken? Was würde Sie tun, wenn ich es täte?“

Schwarze Spitze und weiche Haut blitzt mir entgegen. Ein sachter, aber bestimmter Biss in die Unterlippe. „Hat sie mir in die Augen gesehen?“ Bevor ich mein Gedankennetz weiterspinnen kann, beenden wir bereits das Mahl und alles verschwindet vom Tisch. Etwas bleibt beharrlich.  Im Passieren entdecke ich weiteren schwarzen Stoff an ihr. Wieder durchstreifen meine Finger die Ebenen der vergangenen Nacht. Auf und ab nach dem Weg suchend. Vergebliche Mühe, die ohne Lohn blieb. Jetzt erhalte ich die Quittung und ein Lächeln springt mir entgegen. Ich erwidere es gerne, auch wenn meine Finger einen Widerstand spüren und der Monitor sich von mir weg dreht. Der Blickwinkel stimmt nicht mehr. Erschrocken korrigiere ich diesen Umstand. Selbst wenn ich nun noch mehr links oben drücke, bleibt alles um mich herum uneben und ich rudere auf meinen Stuhl zurück. Wieder dieses Hin- und Herrutschen – diese Unruhe und diese Last. „Soll ich mich selbst befreien?“

Ich verbleibe entschieden in der Beobachterposition. Hier kann nichts passieren. Plätschernde Geräusche dringen nun an mein Ohr. Ich beobachte weiter. Mein Blick geht dabei immer wieder zur Seite.  Ich stiere nach dem, was sich hinter dieser Wand verbirgt. Ich will es sehen, es vielleicht sogar spüren. Langsam schleichen meine Augen voran. Kein Atem, kein Geräusch. Keine Störung. Könnte dieser Moment doch ewig dauern. Ich beiße mir auf die Zähne und versuche, alles um mich herum zu kontrollieren. Ich muss näher heran, mich beugen. Alles muss zu sehen sein. Noch ein Schritt. Unvermittelt dreht sie sich vor mir. Das sie umhüllende Wasser perlt ihren Rücken hinab. Wie in meiner nächtlichen Reise erkundet es ihren Körper. Sie glänzt und glitzert. Starr bleibe ich in meiner Haltung, mein Herz rast schneller und meine Hände werden so nass, wie ihre Haut. Plötzlich dreht sich das Bild und ich erkenne alles. Meine Knie zittern heftig, mein Blick wird angestrengter.

Wieder schmerzt meine Unterlippe etwas, allerdings nicht genug. Ich zerfließe in meinem Innersten und kann fast nicht mehr, als eine Stimme mich mit immenser Wucht nach hinten reißt. Meine Augen scheinen zu glühen und ich höre nur: „Alles gut? Fahren wir sie nachher nach Hause?!“ In Schock und beinahe unhöflich starre ich vor mich hin. Diese Gewohnheit fällt hier nicht auf. „Wer ist sie?“ Ich erinnere mich an das gebeugte Licht von gestern. Jener schmale Strahl, der mich von außerhalb erreicht hat. Sie hat es nicht bemerkt. Ich konnte es für mich nutzen. Meine Gedanken sind nun so schwanger, dass sie immer ausgefallenere Fantasien spinnen und mich in sie verlieren lassen. Ein gefährliches Spiel, ein halsbrecherischer Blick über die Schwelle hinaus. Bis in das Licht bin ich eingetaucht. Bis mein Blick beschlagen war und der Bildschirm endlich ausging.

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Verspannt Teil – 1

Mein Herz schlägt immer schneller und ich halte es kaum noch aus. Soll ich aufhören? Soll ich es weiter tun? Meine Lust wird mehr und mehr zur Last. Schwer wiegt sie auf meinen Schultern und lässt mich meinen Halt fast verlieren. Mit zitternden Knien breche ich ab, höre auf und verlasse meine gebückte Haltung. Mein Gesicht ist so warm und mein Puls rast. Stopp!

Ein Abend wie jeder andere. Es ist Freitag, die Arbeit ist hinter sich gebracht und man möchte nur noch Heim. Entspannung am besten vor dem PC, wo das Licht des Bildschirms eine angenehme Barriere für jedwede Störung bildet. Ausreichend? Nur bedingt, wenn das lärmende Gerede des Wohnzimmerraumes sie nicht so einfach durchbräche. Wie die Pistole am Abzug klebt der Zeigefinger auf der linken Maustaste, um das zügig zu verbergen, was man als dritten Tab im Browserfenster geöffnet hat. Ungewohnt erregend?! Hin und wieder beobachte ich die Tür im linken Augenwinkel – nur um sicherzugehen. Ein bisschen Nervenkitzel und selbst wenn, was sollte passieren? Ein Geruchsgemisch von Wein, Sekt und weiblichem Odeur wabert bis an meine Barriere. Leider ist diese nicht impermeabel und lässt mich unfreiwillig ein Teil des Wohnzimmers werden. Wer ist nun wer? Ich starre den Bildschirm weiter gebannt an. Ohne mein Zutun wird es allerdings keine Veränderungen geben. Klick! Beinahe erschrocken blicke ich hoch von meinem zweiten, kleineren Bildschirm.

Jetzt wird es doch bald zu viel. Ich rutsche auf meinem Bürostuhl hin und her, bis ich abwechselnd mit meinem linken und rechten Oberschenkel gegen die Stuhllehnen pralle. Entscheidungen bei diesem Überfluss an Angeboten zu treffen, ist schwer. „Ruhig bleiben!“, hallt es in meinem Kopf, in dem es bis dahin dank der Kopfhörer verhältnismäßig still gewesen ist. Aber was nützen die schon, wenn es minütlich lauter zu werden scheint. Kopfschüttelnd stütze ich meinen linken Arm auf den Tisch. Fast in Resonanz zu meiner Bewegung schwillt das Gelächter der beiden an und ab. Es ist ja nicht so, dass ich hier etwas Wichtiges, gar Sinnvolles zu tun hätte. Ziellos klicke ich auf dem Desktop hin und her. Nein! Doch. Geschlossen. „Das kann doch nicht wahr sein!“ und ich schlage innerlich beide Hände über dem Kopf zusammen. Es wäre ja ein Leichtes, alles wiederherzustellen. „Keine Lust mehr.“ konstatiere ich und die Kopfhörer rutschen etwas unsanft und mit einem lauteren Schlag auf den Hocker neben mir. War das die Tür? Mist.

Ich verlasse meinen Platz, weil ich muss. Mein Klopfen wird zunächst nicht beantwortet. „Ja?“, schallt es mir plötzlich entgegen. Ich teile meinen Unwillen, länger warten zu müssen, mit und füge zynisch hinzu, dass mein persönliches Zeitkonto bereits fast übervoll ist. Ein Schatten huscht in diesem Augenblick im Halbdunkel an mir vorbei. Wieder riecht es nach angebrochenen Spirituosen. Jener Geruch vermischt sich allerdings mit einem aufdringlichen Hauch Vanille. Geschafft. „Wie lange mag diese Sitzung wohl noch dauern?“ Alleine starre ich in die Leere vor mir und sehe am Ende nur ein kleines, gebeugtes Licht. Es flackert immer wieder, wie die Kerze im Wind scheint es dann erlöschen zu wollen.

Meine Gedanken verfliegen schnell, unklar bleibt mein Blick und wie nach einem längeren Telefonat finde ich mich an einem anderen Ort wieder. An den Weg dorthin vermag ich mich nicht zu erinnern, ob nun gewollt oder nicht. Der Duft bleibt mir dennoch in der Nase, die Augen aber weiterhin betrübt. „Was ist denn los?“ Ein blinkendes Licht erscheint immer klarer in meinem rechten Augenwinkel. „Das Handy?“ Der Bildschirm ist erloschen. Die kleine LED tut ihren Dienst. Meine Arme verweigern ihn und kribbeln heftig. Schön abgesackt. „Schläfst der schon?. Er ist so ruhig!“, höre ich im Flüsterton, aber deutlich genug. „Noch immer zwei Stimmen?“ Ja. „Ich gehe ins Bett!“, rufe ich fast schon zu laut. „Ja-haa!“, schallt es mit gleichzeitigem Gekicher zurück. Gute Nacht und endlich wieder diese düstere Wärme.

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Graue Schatten

Ein wehmütiges Lächeln umspielt meine Lippen und lässt mich schmunzeln. Leider begleitet von schweren Augenlidern, die meine Mundwinkel wieder unweigerlich herunterziehen. Zu traurig? Zu lange her. Wenn ich nun meine innersten Gefühle nach Außen kehren könnte, müsste ich lauthals in Gelächter ausbrechen. Es waren eigentlich immer nur Blondinen. Begehrenswert und banal zugleich. Nicht so, dass sie mir nur auf rein körperlicher Ebene gefallen haben. Dieses starke Gefühl rutscht nun von meinem Kopf direkt hinab in meinen Magen – und es fällt schwer.
Ich halte einen Moment inne und atme ein Mal tief durch. Meine rechte Hand gleitet fast schamhaft über mein Gesicht und fühlt wohl das, was die linke nicht mehr vermag. Vor mir leuchtet der Bildschirm und hinter mir die Straße, die mich immer wieder mit quietschenden Reifen und menschlichem Brabbeln aus den Gedanken reißt. Manchmal hoffe ich, dass eines dieser unbekannten Wesen mich am Rücken streift, auch wenn mich das zusammenzucken ließe.

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Ich gähne und schaudere dennoch kurz, auch weil ein süßlicher, warmer Duft in der Luft liegt. Ich spüre sie in meiner linken Hand – nur weniger schamhaft als lustvoll. Zumindest, was die Erinnerung an die vergangenen 2 Stunden betrifft. Ein kurzes Naserümpfen hilft da nicht wirklich. Sie umströmt mich, fängt mich erneut mit Ihrem Odeur. Meine Finger krallen sich in die Kante des Schreibtischs und meine Füße scheinen den Boden unter mir wegschieben zu wollen.

Wie ein Traum, in dem man nicht schneller rennen kann und ein scheinbar klebriges, feines Netz unter den Füßen ein weiteres Vorankommen erschwert. Sexspielzeug? Nun muss ich doch laut lachen und erschrecke mich fast, in Sorge, dass mich jemand gehört hat. Meine Augen irren dabei im Halbdunkel umher, was das Flimmern des Bildschirms verursacht hat. Wahrscheinlich ist es auch einfach die Müdigkeit und trotzdem breitet sich nun ein warmes, angenehmes Gefühl langsam kriechend, kribbelnd meine Beine aufwärts aus.

Eine Frau, die oberkörperfrei vor mir sitzt und irgendwie etwas gelangweilt den Kopf von links nach rechts wippen lässt. Viel zu hell. Verschwommen und nur zögernd wird das Bild schärfer. Ich erkenne noch nicht alles, möchte aber, dass sich die Wärme in meinem Schoß nicht allzu schnell verzieht. Erneut habe ich das Gefühl hängenzubleiben. Ihr gefällt das wohl … bestimmt! Sie wartet doch nur auf Ihre Belohnung! Und ich? Zumindest bekommt Sie sie (noch) nicht, was fast schon schade ist. All‘ die Arbeit umsonst, wie dicke, milchige Tränen in mein Taschentuch.

„Komm‘ schon Kleiner! Du willst doch noch mehr sehen. Lass uns Spaß haben!“ Dominant und bestimmend, schallt es in meinen Kopf. Unbestimmt ist allerdings mein Wille, ihr noch mehr von mir zu geben und ich hadere wiederum mit mir selbst.

Soll ich oder soll ich nicht? Was soll’s?! Das weiß ich nicht, da mein Kopf schon lange leer ist, wie die Schatten hinter mir. Interessant: Das Klackern von High Heels auf dem Asphalt und das Bild von ihr vor mir vermischen sich zu einer unmittelbaren, audiovisuellen Erfahrung.

Könnte Sie nicht so jetzt vor mir stehen und sich in Ihrer unnachahmlichen Gänze vor mir präsentieren?

Die Hand an meiner Maus streckt sich langsam nach vorne zum weißen Licht. So nah und doch so schier unerreichbar. „Egal“, denke ich mir und spiele in Gedanken mit. „Stehst du auf Sex Toys, Kleiner?“, schallt es erneut fast blechern an mein Ohr und klingt eher bestimmend als fragend.

Eine Wahl? Das Lilafarbene dort vielleicht. „Uh, dass mit den Hasenohren gefällt dir wohl!?“. „Joa“, antworte ich und bin doch wieder weg. Zu weit entfernt von ihr. Eine Weile leuchtet der Bildschirm noch vor mir, bis das kleine weiße Dreieck im rechten Augenwinkel rhythmisch blinkend, sich verdoppelt und verschwimmt.

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Wehmütige Erinnerungen an Berlin

Wieso nur? Wieso? Ich laufe im Hotelzimmer auf und ab und schlage meine beiden Hände flach, gleichzeitig vor meinen Kopf. Immer und immer wieder. Als würde ich versuchen eine Maske abzustreifen. Sie dehnt sich nur ein bisschen und bleibt hängen. Ach wäre ich doch so mutig gewesen und hätte gefragt. Warum nur? Warum?

Dieses Spiel geht einige Zeit so weiter. In der Ferne sehe ich die roten Lichter des Fernsehturms, die mehr und mehr zu einem roten Faden verschwimmen. Selbigen hatte ich wohl zuvor am Dinner-Tisch verloren. Alles war perfekt. Der laue Wind auf dem Alexanderplatz und die rötlich schimmernde, untergehende Sommerabendsonne ließen sie noch mehr in meinen Augen aufleuchten, als sie es so oder so schon tat.

Liebe? Vernarrtheit für den Moment des Augenblicks und im Angesicht der Hoffnung, dass es heute Abend ein glückliches Ende nimmt. Wenn ich uns nun so sehe, vergesse ich sehr schnell die Gasse, in der für mich noch immer mein jugendliches Stöhnen hinter einer backsteinernen Hausecke hervorhallt. Unangenehm und verrucht zugleich. Gerne würde ich diese Erinnerung einmauern, doch ich verdränge sie lieber durch eine neue, aufregende und noch bevorstehende Erfahrung.

Ein bisschen ist es wie ein Blind-Date im Negativ betrachtet – alle wichtigen Informationen und unsere gegenseitige Absprache sind zuvor ersichtlich und klar gewesen. Doch eins ist offenkundig: Selbst wenn man alle Puzzleteile kennt, wird man niemals zuvor das ganze Bild erkennen. Lasse ich mich auf ihr Spiel ein? Wie gut sie es doch kann. Das Schachspiel ist mir fremd, doch so stelle ich es mir vor: ich bin der Läufer der gegenüberliegenden Seite, sie die Königin auf der anderen und egal wie viele andere Spielfiguren zwischen uns liegen, ich kann sie stets aus der Ferne erkennen.

Sophie_GMEscortsMein nächster Zug? „Entschuldigung, junger Mann, wie wäre es, wenn wir uns hier ein wenig ausruhen?“ Ich spüre ihre Finger zart, aber bedacht über meine rechte Hand streifen … und dann noch dieser Duft. Ich schwebe von einer Wolke auf die nächste. „Appetit hätte ich schon etwas.“ Entgegnete ich und blickte noch einmal tief in ihre rehbraunen Augen dabei.

Sie hatte wohl meine Träumerei bemerkt und blitzte mir ein Lächeln entgegen. Das war genug.  Es sollte nicht länger so sein. „Wie gefällt dir dein Job eigentlich so?“, plötzlich sprang mir diese Frage aus dem Mund und ich fühlte, wie ich im selben Augenblick wie die Sonne kurz vor dem Untergang stand.

Erst denken, dann reden, denke ich noch bei mir. Zu spät. „Verzeihung, dass war wohl doch etwas unangebracht!“, entgegne ich einmal und in mir hallt es wie ein hundertfaches Echo nach. „Keine Sorge, du bist nicht der Erste, der das fragt und bestimmt nicht der Letzte. Es lässt sich gut leben und ich habe meinen Spaß.“ Ihr kurzes Lachen ist anders und ehrlich. Sie gehört nicht zu den Mädchen Berlins, die den Escort-Beruf illusorisch wahrnehmen und nicht an später denken. „Vielleicht ganz spießig mit großem Garten und auf jeden Fall weit hinter Marzahn.“, fügt sie hinzu. Sie lacht wieder. Ehrlich, aber dieses Mal mit einem bestimmten Blick, als wäre sie sofort bereit dazu.

Mittlerweile haben wir unser Cocktailgläser geleert. Sie spielt dennoch weiter mit ihrem und lässt es auf dem Tisch taumeln. Ihren Kopf hat sie zur Seite geneigt, sie lächelt unentwegt und ihre linke Hand streichelt die meine. Sie möchte gehen, dass spüre ich. „Hast du Lust zu tanzen?“ Ich entgegne: „Nein, dass möchte ich dir nicht antun.“ und ich lache in viel zu hoher Stimme auf. „Pourquoi tu ne veux pas danser, mon cheri? La nuit est jeune!“ Oh, wie gerne hätte ich sie in diesem Moment einfach auf der Straße vernascht. Noi, ich bin müd‘, lass uns ins Hotel gehen. Fast bockig verschränkt sie die Arme vor der Brust, muss aber erneut lachen.

Sie wirft mir vor, absichtlich in meinem süddeutschen Dialekt geantwortet zu haben, obwohl ich ihr zuvor noch etwas auf Französisch geantwortet habe. Ich habe entgegnet, dass wir das lieber auf nachher verschieben. Ihr Augen leuchteten groß auf und sie drehte sich von mir weg. Eilig schloss ich zu ihr auf, auch um den Gedanken daran nicht zu verlieren – Goldmember Escorts. Gut erinnere ich mich noch an den Zwiespalt, zwischen der Möglichkeit anzurufen oder eine E-Mail zu schreiben?! Ich entschied mich dann doch für die letzte Option. Danach ging es schnell und reibungslos. So, wie man es sich wünscht. Und nun sitze ich hier auf dem Hotelbett.

Neben mir diese junge, attraktive Frau. Ich sehe noch, wie sie sacht ihr Abendkleid über ihre Schultern streift. Küsse auf meine Haut. Ihre Zunge gleitet meinen Nacken auf und ab. Leise stöhne ich und bekomme am ganzen Körper Gänsehaut. Wie sehr ich diese Gefühl vermisst habe. Mehr! Bitte, mehr. Sie dreht mich zu sich und umschließt mit ihren vollen Lippen meinen Mund. Immer wieder haucht sie einen Kuss nach dem anderen auf mich. Jetzt greife ich nach ihrer Hüfte und hole sie noch näher zu mir. Auch sie stöhnt kurz auf und verlangt nun nach mehr. Ich spüre wie es in mir wächst und mich nach vorne – zu ihr – treibt.

Sie beißt mich und ihre Küsse fallen wie dicke Regentropfen auf mich nieder. Im Augenwinkel sehe ich, wie es plötzlich blitzt und mein Blick fällt erneut auf den roten Faden. Jetzt weiß ich es wieder. Ich bitte sie zu gehen und versichere ihr, dass es so am besten ist und danke ihr für den wunderbaren Abend in Berlin.

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Eine Nacht im Leben einer Escortdame – Jenny genießt es in vollen Zügen

Jennifer ist 36 Jahre alt und arbeitet bei einer bekannten Escort-Agentur in Hamburg, die auf woogaaboo.com wirbt. Das ist ein mobiles Portal für exklusive Begleitung und Escorts.

Zuvor war Jennifer als Helferin in einem Kindergarten tätig und in ihrem zweiten Job kümmert sie sich um das Wohl von Männern. Sie verdient damit sehr gutes Geld und könnte sich eigentlich keine bessere Arbeit vorstellen. Fast täglich lernt sie erfolgreiche Männer kennen und verbringt mit ihnen einige romantische und sinnliche Stunden. Egal, ob ein Geschäftsmann aus der Schweiz, ein Arzt aus Amerika oder ein Bauarbeiter aus Österreich, wer es sich leisten kann und mit der bildhübschen Jenny einen Tag verbringen möchte, der kann sie über die Begleitagentur in Hamburg buchen.

Um eine Nacht mit der gebildeten und immer fröhlichen Jenny verbringen zu dürfen, ist ein Betrag von rund € 2.000,00 fällig. Dieser Preis entspricht in etwa dem Durchschnitt der Escortdamen in Hamburg, gemäß woogaaboo.com.

Nach Abzug der Gebühren für die Agentur, bleibt ihr rund die Hälfte des Betrags übrig.Für 12 Stunden „Arbeit“ sicherlich ein sehr guter Stundenlohn. Jennifer wird zumeist von Geschäftsmännern für ein gemeinsames Abendessen mit Geschäftspartner gebucht.

Doch auch ein Besuch in einer Oper oder bei anderen Veranstaltungen ist keine Seltenheit. Es ist nicht immer alles sehr einfach und locker verrät die gebürtige Hamburgerin. Bei den Verabredungen muss sie natürlich die verschiedenen Vorstellungen der Männer erfüllen. Wie der Abend endet, entscheidet Jenny selbst. Zu einem erotischen Abenteuer ist sie nicht verpflichtet. In der Regel erfüllt sie jedoch die geheimen Wünsche der Männer. Ist eine gewisse Sympathie vorhanden, so kann sie der Anziehung der Männer zumeist nicht widerstehen.

Jennifer bereitet sich auf die Treffen immer sehr gut vor. Tagsüber hält sie ihren wohlgeformten Körper im Fitnesscenter fit und natürlich gehört Shopping ebenfalls zu ihrer Leidenschaft. Schlussendlich muss für jeden Anlass das passende Outfit im Kleiderschrank zu finden sein. Jenny liebt ihr enganliegendes schwarzes Kleid mit tiefem Ausschnitt. Erscheine ich mit dem kleinen neckischen Schwarzen, so macht das die Männer verrückt.

Der Abend beginnt zumeist mit einem schicken Abendessen in den feinsten Lokalen. Ein Cocktail oder ein gutes Glas Wein an der Bar ist ebenfalls ein Muss. Es folgen die Gespräche mit den verschiedensten Themen. Jennifer ist überaus gebildet und spricht 5 Sprachen. Nach dem ersten Glas Wein werden die Männer auch ein wenig lockerer und es ergibt sich eventuell noch ein Besuch in einer der trendigen Discotheken.

Neigt sich der Abend langsam dem Ende zu, begleitet Jennifer viele Männer noch in das Hotelzimmer. Selbstverständlich hat sie auch hier nichts dem Zufall überlassen. Unter dem sexy Minikleid trägt sie transparente Unterwäsche und Strapse.

Jennifer genießt die Zweisamkeit mit den Männern und liebt es mit ihren weiblichen Rundungen die Männerwelt zu verzücken. Mit einem verführerischen Lächeln und dem wohlgeformten Body, werden die Männer von Jennifer nach Lust und Laune verwöhnt.

Wie weit sie dabei geht, entscheidet Jenny natürlich selbst, doch eines hat sie uns verraten – sie geht nicht, bevor sie nicht bekommen hat, was sie zufriedenstellt und glücklich macht. Die Escort-Dame achtet also nicht nur darauf, dass sich die Männer wohl fühlen, auch sie möchte von den lustvollen Treffen etwas haben.

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Lady Angelina: Lust am Schmerz

Lust am Schmerz

Wenn Qualen zur Ekstase führen

München, Juni 2015. Schmerz ist nicht gleich Lust. Nur wenigen Menschen gelingt es, derartige Impulse in sexuelle Erregung umzuwandeln. Ein Prozess, der neben einer generellen Veranlagung für diese Art der Erotik vor allem durch den situativen Rahmen und die richtige Dosierung der Schmerzzufuhr beeinflusst wird. „Während viele Menschen beispielsweise einen Zahnarztbesuch als unangenehm empfinden, kann eine professionell verabreichte Peinigung sehr erotisch sein“, erzählt Lady Angelina, Domina mit eigenem Studio in München.

Mit Bedacht vom Impuls zur Trance

Im Allgemeinen lassen sich Personen, die Schmerzlust empfinden können, in zwei Gruppen unterscheiden:

Demnach gibt es solche, die in sexuellen Zusammenhängen tatsächlich peinigende Reize in erotische Empfindungen umwandeln können. Auf der anderen Seite werden jene eingeordnet, denen allein die Vorstellung, Schmerzen zu verspüren und/oder der Kontrolle einer anderen Person zu unterliegen, Lust verschafft.

Bei Personen der ersten Gruppe sind vor allem die sogenannten Glückshormone, die Endorphine, dafür verantwortlich, physische Qualen als sexuelle Erregung zu empfinden. „Ungemein wichtig ist hierfür die Aufbauphase einer Session“, so Lady Angelina. „Die ersten zwanzig Minuten dienen dazu, die Intensität der zugeführten Reize langsam zu steigern.

Die dabei ausgeschütteten Endorphine sorgen für eine Erhöhung der Schmerzempfindungsschwelle. Im Idealfall tritt schließlich eine derart starke Ekstase ein, dass die Schmerzwahrnehmung stetig weiter sinkt, während gleichzeitig das Lustempfinden steigt.“

Einen solchen tranceähnlichen Zustand zu erreichen, stellt das Ziel einer üblicherweise halb- bis einstündigen Session dar.

Luststeigerung durch gezieltes Training

Was für die einzelne Session gilt, beeinflusst das erotische Empfinden auch auf lange Sicht. „Durch gezieltes Training lässt sich das körpereigene Schmerzgedächtnis umpolen“, führt Lady Angelina aus. „Wiederholt auftretende Erfahrungen sexuell erregender Peinigungen verändern die Aktivität der Nervenzellen im Gehirn. Dieses speichert die empfundene Qual im Kontext der lustvollen Empfindung ab.

Sobald sich der Schmerzreiz wiederholt, ruft das Gehirn jene positiven Erinnerungen erneut auf, wodurch auch die sexuelle Erregung schneller aufkommt.“ Nach und nach wird die Intensität der Peinigung gesteigert, um letztendlich auch die dabei empfundene Lust zu verstärken. Solche Schmerztherapien der besonderen Art gehören zum festen Repertoire vieler Domina-Studios. „Je nach Vorliebe des Kunden kommen bei mir beispielsweise Klammern, Nadeln oder Strom zum Einsatz“, fügt Lady Angelina abschließend hinzu.

Pressekontakt und Bildmaterial:
Borgmeier Public Relations • Anne Lüder, Julia Knöpfle • Lange Straße 112 • 27749
Delmenhorst • Tel: 0049-4221-9345-331, -336 • Fax: 0049-4221-152050 • E-Mail:
lueder@borgmeier.de, knoepfle@borgmeier.de

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Escort – Ein Lichtblick?

Vorbei sind die Zeiten der Hinterhof-Prostitution, der Straßenstrich-Damen und der Flatrate-Sex-Bordelle. Wirklich? Nein, es gibt sie nach wie vor und solange es der Kunde billg(er) haben möchte, werden die Damen und Herren weiterhin den alten Weg gehen.

Doch am Horizont ist über die Jahre ein weißer Schimmer, ja fast eine feine weiße Wolke gewachsen, die die neuen Vorstellungen vom Geschäft mit der Liebe in sich trägt. Oder trägt sie nur das Zeichen für das Aufziehen des unheilvollen Regens im Deckmantel der blassen Morgenröte, der mehr als nur die Kleidung der Damen durchsichtig werden lässt?

Seit Nightbloom.de online ging, gibt es auch meine Beschäftigung mit der Thematik „Prostitution“. Wie die Einleitung schon vermuten lässt, hege ich gewissermaßen, vielleicht berechtigte Zweifel, an diesem neuen Trend im Liebesgewerbe. Ich sehe aber dennoch eine Chance, dass es enorme Verbesserungen geben wird und bereits gegeben hat. Nicht zuletzt hat mich davon Escort77 in Berlin optimisch gestimmt. Andere Agenturen, nicht nur aus der Bundeshauptstadt, sondern auch aus ganz Deutschland, können hierin ein Vorbild finden.

Was für Escort spricht

Man kann über Begleitagenturen sagen oder denken, was man möchte, doch eins steht fest: Sie sind die Zukunft im Sex-Dienstleistungsbereich. Längst wurde nicht nur aufseiten der Bundesregierung verstanden, dass die Erbringung von sexuellen Dienstleitungen ebenso mit Rechten und Pflichten einhergehen muss, wie jede andere reguläre Beschäftigung. Ein richtungsweisender Schritt dafür war sicherlich das ab 2002 in Kraft tretende Prostitutionsgesetz, welches vorrangig Prostituierte und damit auch Escort-Damen besser schützen sollte.

Das Escort ungleich Prostituion sein kann und ist, lasse ich an dieser Stelle zur Diskussion offen.

Die Escort-Damen arbeiten also als Selbstständige bzw. Subunternehmerinnen mit der sie vertretenden Agentur zusammen, die sie umfassend u. A. in Fragen der Finanzen, des Marketings, der Kundenwerbung und der Terminorganisation berät.

Pflichten der Damen gegenüber der Agentur gibt es wenige: Püntklichkeit, Zuverlässigkeit und eine umgängliche, freundliche Verhaltensweise. Wir arbeiten nur mit Damen zusammen, die einwandfrei Deutsch sprechen und in Deutschland arbeiten dürfen bzw. auch vorschriftsmäßig gemeldet sind.

Wir sind eine Art erweiterte Marketingplattform zwischen seriösen Kunden und wirklich reizenden Damen, die nicht mechanisch im milleutypischen Betrieb arbeiten wollen, sondern dem Kunden viel mehr bieten können als nur Sex.

Vielmehr eine Erfahrung an die sie gerne zurückdenken. Kunden und Damen begegnen wir mit Respekt, Diskretion und Kulanz. Eigentlich eine schlichte Philosophie und sie geht bis heute gut auf.

Hier erweckt die Agentur also bereits vorab den Eindruck, dass es sich nicht mehr um einfaches Gewerbe handelt, sondern um einen straff durchorganisierten Betrieb, der sich sowohl für die Interessen seiner MitarbeiterInnen, der dienstleistenden Frauen, als auch der Betreuer und Betreuerinnen der Escort-Damen, interessiert.

Es scheint fast wie eine gewachsene Symbiose zwischen den freien Mitarbeiterinnen, die rechtlich und sozial über die Agentur abgesichert sind und dem im Hintergrund agierenden Uhrwerk, dass gerade in Berlin den Zahn der Zeit unmittelbar getroffen hat.

Dies schlägt sich nicht nur in den entsprechend guten Bewertungen, sondern auch dem vermehrten öffentlichen Interesse an der Agentur nieder.

Aber ist Escort nicht einfach nur ein Euphemismus für (besser) organisierte Prostitution? Das mag so scheinen und in einigen Etablissements durchaus zutreffen. Dort hat man das Geschäft von der Straße einfach in eine bzw. mehrere gemietete Wohnungen verlagert. Die Frauen werden nach wie vor schlecht bezahlt, behandelt und benachteiligt in allen Belangen. Ich bezweifle, dass sie überhaupt einen regulären Arbeitsvertrag haben – sie sind demnach auch nicht rechtsstaatlich geschützt und der Willkür der Freier und der Betreuer ausgesetzt.

Wie das Geld fällt

Ein großer Faktor ist, wie in allen Bereichen des Lebens, das Geld. Wer eine, sei es auch nur einfache Begleitung für einen Abend braucht, der wird mit 50 Euro nicht weit kommen. Moderner Escort-Service heißt also auch höhere Kosten – Organisation und Ansprüche seitens des Unternehmens – und damit entsprechend höhere Preise bei den Kunden. Leider ist es natürlich so, dass viele Männer (und sicher auch Frauen) escort-affin, aber weniger zahlungfähig sind. Bei den derzeit durchschnittlichen Netto-Löhnen bleibt nicht gerade viel für diese Vergnügungen übrig.

Hier wird also die übliche Prostitution nach wie vor auf ihre Kosten kommen, da sie z.T. einfach billiger ist. Im Umkehrschluss heißt dies natürlich nicht, dass Männer (und ich bleibe dabei, auch Frauen) keine anderen Optionen haben, um auf ihre Kosten zu kommen. Wer die Vorteile dieses Service erkennt – hohes Maß an Diskretion, umfangreiche Beratung und Organisation, der wird diesen in Zukunft gerne in Anspruch nehmen. Abseits dessen gibt es nach wie vor noch die Möglichkeit, Sex umsonst zu bekommen, selbst wenn dieser Weg nicht der einfachste ist, und im Nachhinein sogar noch teurer, wenn nämlich Alimente gezahlt werden müssen ;).

Am Ende verbleibt in meinem Kopf ein kleines Fragezeichen, dass sich nicht zuletzt auf die Doppelmoral in unserer Gesellschaft bezieht: Auf der einen Seite fordern und fördern wir sexuelle Freizügigkeit und auf der anderen gestehen wir selbiges viel zu selten für uns und diejenigen, die in diesem Bereich arbeiten, ein.

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Escort im Blick

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Nightbloom verabschiedet sich von 2014

Ein weiteres Jahr geht langsam dem Ende zu und wie immer gab es Höhen und Tiefen. Wir befinden uns im Moment in einer Phase der Veränderung und hoffen, dass wir diese bald hinter uns haben. Das Ergebnis werdet Ihr dann in 2015 erleben.

Wohin führt uns unser Weg und wird es Nightbloom überhaupt noch im neuen Jahr geben? Keine Sorge, so schnell verschwinden wir nicht 😉 – wir sind allerdings auf die neue Herausforderung gespannt und erachten diese als notwendige, um uns und den Blog weiterzuentwickeln. Nun genug der Phrasen und der bedeutungsschwangeren Sätze:

Oli und Patrick von Nightbloom.de wünschen Euch ruhige, entspannte Feiertage und ein frohes neues Jahr!

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Stefan Bayer / pixelio.de

 

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Schlag mich! – Das Spiel mit der Dominanz

BDSM-Glossar rund um die Welt von „Shades of Grey“

Leipzig im September 2014. Für die einen ein Jahrhundertroman, für die anderen Papierverschwendung: Egal wie die eigene Einstellung zum Besteller „Shades of Grey“ lautet, das Buch hat die vermeintlich dunkle Welt des BDSM salonfähig gemacht. Denn viele Frauen, aber auch Männer, träumen insgeheim davon, sich zu unterwerfen und dem Partner die Führung zu überlassen. Dominanz lautet das Stichwort! „Durch ‘Shades of Grey‚ ist BDSM aus der Ecke der Perversion herausgetreten.

Wir beobachten seit dem Hype um das Buch und den Film ein steigendes Interesse in den einschlägigen Foren“, berichtet Christian Schumann, Pressesprecher von JOYclub, der größten Internet-Community für Sex und stilvolle Erotik, und erklärt, was BDSM überhaupt ist. Welche Begrifflichkeiten müssen sich unbedingt im Vokabular befinden, um in der Welt, die Christian Grey in der Romanvorlage als seine dunkle Seite beschreibt, mitreden zu können?

BDSM

Die Abkürzung steht für Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism und meint vielschichtige sexuelle Neigungen, bestehend aus Dominanz, spielerischer Bestrafung sowie Lustschmerz und Fesselspielen. Ein Machtgefälle zwischen Sexualpartnern, welches jedoch vom Grundsatz des gegenseitigen Einvernehmens geprägt ist.

Bondage

Eine eigenständige Form des BDSM, die Fesselspiele beispielsweise mit Seilen oder Ketten meint.

Domina

Bezeichnet eine auf SM-Dienstleistungen spezialisierte Prostituierte. Sie geht auf die speziellen Vorlieben und Neigungen ihrer Kunden ein, hierzu zählen beispielsweise Fesselspiele oder Schläge. Das Portfolio kann breit gefächert und sehr speziell sein.

Sadomaso

Während diese Bezeichnung im Volksmund gängig als Abkürzung benutzt wird, empfindet die Szene sie als abwertend. Man bevorzugt BDSM oder Sadomasochismus.

Safeword

Hierbei handelt es sich um ein zwischen den Partnern vereinbartes Wort. Es kommt zum Einsatz, sobald einer Partei das Spiel zu viel wird. Dem Abenteuer kann so ein Ende gesetzt werden. Bei Spielen unter Verwendung eines Knebels kann auch ein vereinbartes Zeichen zum Tragen kommen.

SCC

Das oberste Gebot der Szene lautet SSC und meint safe, sane, consensual, also sicher, gesund und einvernehmlich.

Session

Alternativ auch als Play oder Spiel bezeichnet, meint die Dauer, während der SM praktiziert wird.

Slowword

Im Vergleich zu einem Safeword stoppt das Slowword die Session nicht, sondern verringert lediglich die Intensität.

SM-Studio

Nicht zwangsläufig gewerblich genutzter Ort, an dem SM-Praktiken ausgeübt werden. Neben SM-Studios gibt es auch sogenannte SM-Appartements. Hier kann man nach der Session auch nächtigen.

Spanking

Bei dieser Praktik bestraft oder „beglückt“ der Top den Sub mit der Hand, jedoch gibt es auch weitere Hilfsmittel zum Schlagen wie beispielsweise Gerten, Peitschen und Flogger.

Sub(missive)

Der dominierte oder beherrschte Part in einer SM-Beziehung. Häufig auch als Bottom bezeichnet.

Switch

Ist ein BDSMler mal Sub, mal Top, das heißt auf keine Rolle festgelegt, spricht die Szene vom Switchen.

Top

Wird auch als Dom bezeichnet und meint den dominanten Part innerhalb einer SM-Beziehung. Die Rollenverteilung entspricht jedoch nicht zwangsläufig dem eigenen Charakter oder dem alltäglichen Verhalten.

Vanillas

Da es sich bei Vanilleeis um die gängigste Variante handelt, werden Nicht-BDSMler innerhalb der Szene gerne danach benannt.

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Worte in die Nacht

Es ist schon spät. Mein Blick wandert immer wieder auf das spiegelnde Display meines Handys. Die Fingerabdrücke von der letzten Benutzung würden meinen Blick trüben, nur habe ich gerade keine Lust Licht ins Dunkel zu bringen. In der Ferne glimmt ein rotes Licht auf. Qualm steigt an seiner Spitze auf und brennt in meinem linken Auge. Mein Blick verschwimmt und ich erinnere mich an Ihre warme Haut. Noch immer ist mir so, als läge ihre Hand in meinem Nacken und ihr Zeigefinger umkreise meinen Haaransatz. Blasse Erinnerungen vergangener Tage. Manchmal denke ich, dass sie noch hier ist. Ich drehe mich um, sehe einen Schatten. Ich schließe wieder die Augen und erinnere mich an ihren Duft.

Tief atme ich ein und schwer aus. Soll ich sie anrufen? Mein Verlangen wächst und Unruhe steigt in mir auf. Nein! Ich zwinge mich diesen Gedanken abzulegen, wie den Umhang der Lust der mich nun umfängt. Das geht nur leider nicht so einfach. Der Gedanke sitzt zu tief und war eigentlich schon längst geboren. Ich lache auf einmal – auch wenn es eher ironisch ist. Mir kam gerade das Gespräch von letzter Woche in den Sinn. Wer war sie nur? Ein Freund hatte mich darauf aufmerksam gemacht – mobile Telefonerotik – wie entgeistert ich ihn doch damals angesehen habe.

So ein Quatsch dachte ich bei mir, als ob ich so etwas nötig hätte. Er zeigte mir auf seinem Smartphone gleich noch die dazugehörige Seite und beschwor, dass das Ganze ja jetzt nicht mehr über die 0900-Vorwahl laufe. Ich winkte ab und brachte ihn vom Thema ab, indem ich zustimmte, es mir einmal anzusehen. In Whatsapp habe ich nach seinem Verschwinden die Nachrichten gelesen: hier die Seite, probier‘ es doch mal aus, kannst auch einfach mal nur mit denen reden … alles andere kommt von selbst :)! Ja genau, am besten stöhnen wir uns gemeinsam in den Schlaf. Wiederum musste ich lachen. Dieses Mal verschwand es allerdings schneller.

Ich durchsuchte meine Kontaktliste und fand eine mir sonst fremde Nummer wieder. Ich verblieb in Gedanken. Ihren Namen habe ich vergessen. Sie beschrieb mir wie sie aussah und ich hörte einfach zu. Ich schloss die Augen und antwortete fast schon stumpfsinnig auf Ihre Fragen: „Wie geht es dir? Naja gut. Was hast du heute Schönes unternommen? Arbeiten und dann eigentlich nix. Wie kann ich dir helfen? Stehst du auf Dirty Talk? … !? Ich wollte eigentlich auflegen und mein Finger war zum Abschuss bereit. Doch dann spürte ich wieder die sanfte Berührung der Handfläche in meinem Nacken. Von da an ließ ich den Worten freien Lauf. War das so eine gute Idee?

Selbst jetzt bin ich mir noch nicht wirklich sicher, aber es war schön, eine Stimme zu hören. Klang sie doch gar nicht so fremd. Wahllos klicke ich durch die Chatprotokolle auf meinem Handy und schließe dann das Programm. In Gedanken versunken durchstreife ich noch weitere Apps und versuche mich abzulenken. Ich gelange an einen Punkt der Langeweile und gerade will ich sämtliche andere laufende Programme beenden, erkenne ich die Anrufliste wieder. Ganz unten in der Liste sehe ich sie. Die Worte der vergangenen Nacht sind nun nicht mehr so weit weg.

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